Capalac Aqua 2K PU-Lack

Zweikomponentiger Aqua-Acryl-Polyurethanlack für hochbeanspruchte Baustoffoberflächen im Aussen -und Innenbereich

Verwendungszweck

Für chemisch und mechanisch widerstandsfähige Lackierungen z. B. in öffentlichen Gebäuden wie Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern, Gastronomie, Lager- und Produktionsstätten.

Eigenschaften

  • Geruchsarm
  • Blockfest
  • Edles Lackfinish
  • Hohe Kratz- und Stossfestigkeit
  • Hohe Chemikalienbeständigkeit
  • sehr gute Kreidungsresitenz  
  • Wetterbeständig 
  • Sehr gute Reinigungsfähigkeit
  • Desinfektionsmittelbeständig
  • Handschweissbeständig
  • entspricht Minergie-Eco
  • Schweizer Umweltetikette C

Materialbasis

Zweikomponentiger Acryl-Polyurethanlack, wasserverdünnbar 

Verpackung/Gebindegrößen

  • Standardfarbton Weiss:  750 ml und 2,5 Liter inkl. Härter
  • ColorExpress: Basis W, M und T: 700 ml und 2,4 Liter inkl. Härter

Farbtöne

  • Standardfarbton : Weiss

Über die ColorExpress-Stationen (Capamix) auch in vielen Farbtönen z. B. der 3D-Kollektion, RAL und anderer Kollektionen herstellbar.

Bei Verwendung von schwach deckenden Farbtönen wie rot, orange, gelb, empfehlen wir eine Grundbeschichtung im passenden Grundiersystemfarbton. Für Capalac Aqua 2 K PU-Lack, Capacryl Haftprimer und Capacryl PU-Vorlack sind Grundiersystemfarbtöne über die ColorExpress Abtöntechnik erhältlich.


Farbtonbeständigkeit gemäss BFS-Merkblatt Nr. 26:
Bindemittel: Klasse A
Pigmentierung: Gruppe 1 bis 3 je nach Farbton

Glanzgrad

  • seidenmatt

Lagerung

Kühl, frostfrei
Originalverschlossenes Gebinde 12 Monate lagerstabil.

Dichte

ca. 1,15 - 1,25 g/cm³

Trockentemperaturbeständigkeit

max. 120 °C

Hinweis

Chemikalienbeständigkeitstabelle in Anlehnung an DIN EN ISO 12720 bei 20 °C
 PrüfsubstanzEinwirkzeit Bewertung
Aceton10 s  leichte Veränderung
Butylacetat10 skeine Veränderung
Isopropanol2 min leichte Veränderung
Testbenzin10 minkeine Veränderung
Ammoniak10 minkeine Veränderung
Kalilauge1 hleichte Veränderung
Hautschutzcreme1 hkeine Veränderung
Speiseessig1 hkeine Veränderung
Ethanol1 hleichte Veränderung 
Reiniger1 hkeine Veränderung
Milchsäure1 hkeine Veränderung
Superbenzin1 hmäßige Veränderung
Phosphorsäure1 hkeine Veränderung
Biodiesel1 hleichte Veränderung
Handschweiss1 hkeine Veränderung
Rotwein6 hmäßige Veränderung
Senf6 hmäßige Veränderung
Kaffee16 hmäßige Veränderung
Wasser16 hkeine Veränderung
Cola16 hkeine Veränderung
Erläuterung:

keine Veränderung
= Die Prüffläche ist von der angrenzenden Umgebungsfläche nicht zu unterscheiden.

leichte Veränderung
= Die Prüffläche unterscheidet sich von der Umgebungsfläche nur bei Spiegelung einer Lichtquelle z. B. durch Verfärbung, Farb- oder Glanzänderung. Keine Veränderung der Oberflächenstruktur, etwa durch Aufquellen, Riss- oder Blasenbildung.

mässige Veränderung
= Die Prüffläche ist von der Umgebungsfläche zu unterscheiden z. B. durch Verfärbung, Farb- oder Glanzänderung. Keine Veränderung der Oberflächenstruktur, etwa durch Aufquellen, Riss- oder Blasenbildung.

Eignung gemäß Technischer Information Nr. 606 Definition der Einsatzbereiche

innen 1innen 2innen 3aussen 1aussen 2
+++++
(–) nicht geeignet / (○) bedingt geeignet / (+) geeignet

Geeignete Untergründe

Grundierte Baustoffoberflächen wie masshaltige Holzbauteile, Holzwerkstoffe, Stahl, verzinkter Stahl, Zinkblech, Aluminium, Kupfer, Hart-PVC, tragfahige Altbeschichtungen im Aussen- und Innenbereich.

Folgende Oberflächen nicht mit Capalac Aqua 2K- PU-Lack beschichten:
Edelstahl, Eloxal, Bronze, Messing, dauernassbelastete Flächen wie Duschen und Schwimmbecken. 
Dachflächen, Fussböden, Balkonböden, befahrene Flächen.
Begrenzt und nicht masshaltige Holzbauteile.
Holzwerkstoffplatten und Sperrholzplatten (z. B. Furnierschichtholz) im Aussenbereich  

Untergrundvorbereitung

Holzoberflächen/masshaltige Holzbauteile:
Gehobelte Holzoberflächen in Faserrichtung schleifen, gründlich reinigen und austretende Holz­inhaltsstoffe wie
z. B. Harze und Harzgallen entfernen. Scharfe Kanten brechen (siehe auch BFS-Merkblatt Nr. 18).
Bläuegefährdete Holzbauteile im Aussenbereich mit Capacryl Holzschutz-Grund imprägnieren.
Grundieren mit Capacryl Holz-Isogrund. 
Holzfeuchtigkeit max. 12 %. 

Eisen, Stahl:

Eisen und Stahl auf den Normreinheitsgrad SA 2½ (Strahlen) oder ST3 (maschinell) gem. DIN EN ISO 12944-4 vorbereiten.
Grundierung mit Capalac Allgrund, Disbon 481 EP-Uniprimer. 

Zink, Hart-PVC:
Ammoniakalische Netzmittelwäsche mit Schleifpad nach BFS Nr. 5 u. 22 oder Reinigung mit Disboclean 1 : 5 mit Wasser verdünnt und Schleifvlies. Grosse Zinkflächen kontrolliert anstrahlen (sweepen).
Grundbeschichtung mit Capacryl Haftprimer. 

Aluminium, Kupfer:

Schleifende Reinigung mit Schleifvlies und Disboclean 1 : 5 mit Wasser verdünnt. BFS-Merkblatt Nr. 6 beachten.
Grundbeschichtung mit Capacryl Haftprimer

Altanstriche:
Altanstriche anschleifen und/oder anlaugen. Nicht tragfähige Altanstriche entfernen.
Auf tragfähigen Altanstrichen eine Grundierung mit Capacryl Haftprimer. Untergründe mit entfernter Altbeschichtung entsprechend des jeweiligen Untergrundes vorbereiten und grundieren.

Die entsprechenden SIA-Normen, SMGV-Merkblätter, sowie BFS-Merkblätter sind zu beachten.

Materialzubereitung

Härter der Grundmasse unmittelbar vor der Verarbeitung zugeben. Von Hand oder mit langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/Min.) intensiv mischen. Danach in ein anderes Gefäss umfüllen und nochmals gründlich mischen.
Die Materialtemperatur beider Komponenten sollte 15 - 20 °C betragen.

Mischungsverhältnis

Grundmasse : Härter  = 9 : 1 Volumenteile oder 
Grundmasse : Härter  = 100 g : 9,8 g Gewichtsteile

Auftragsverfahren

Hinweise für den Spritzauftrag:

Ø DüseSpritzdruckLuftdruckVerdünnung
Airless0,010–0,012 inch220 bar-
Airmix/Aircoat0,010 - 0,012 inch200 - 220 bar2,0 - 2,5 bar-
Caparol NAST
Wagner XVLP
FinishControl
5000
NAST-Frontend
(Farbe: blau)
Luftmenge
2/3
_10 %
Hochdruck1,8–2,0 mm2,5 bar15 %
Angaben könen je nach Gerätefabrikat abweichen

Verarbeitung:

Capalac Aqua 2k PU-Lack kann gestrichen, gerollt oder gespritzt werden. Insbesondere bei der Spritzlackierung die Umwelt- und Arbeitsschutzvorschriften für den Umgang mit isocyanathaltigen Lacken beachten. Für die Pinselverarbeitung geeignete Aqualackpinsel verwenden. Auf grösseren Flächen den Lack mit einer kurz­florigen (texturierten) Polyamid(Nylon)-Rolle auftragen und sofort mit einer feinporigen Schaumstoffrolle oder einem Aqualackpinsel nacharbeiten.

Verdünnung

Capalac Aqua 2K PU-Lack ist für die Lackierung mit Pinsel und Rolle verarbeitungsfertig eingestellt. Eine Verdünnung mit Wasser ist nicht erforderlich. 
Für die Spritzverarbeitung ist eine Verdünnung mit Trinkwasser in Abhängigkeit von Gerät und Spritzverfahren möglich. 

Beschichtungsaufbau

UntergrundEinsatzUntergrund-
vorbereitung
ImprägnierungGrundierungZwischen-
beschichtung
1)
Schluß-
beschichtung
Holz, Holzwerkstoffeinnenschleifen/reinigenCapacryl 
Holz-IsoGrund 2)
Capalac Aqua
2K PU-Lack
oder
Capacryl
PU-Primer 3)
Capalac Aqua
2K PU-Lack 4)
Maßhaltige HolzbauteileaussenBFS Nr. 18Capacryl Holzschutz-GrundCapacryl 
Holz-IsoGrund 2)
Eisen, Stahlinnenentrosten/reinigenDisbon 481 EP-Uniprimer
Eisen, Stahlaussenentrosten/reinigenDisbon 481 EP-Uniprimer
Zinkinnen/aussenBFS Nr. 5Capacryl Haftprimer
Aluminium/Kupferinnen/aussenBFS Nr. 6Capacryl Haftprimer
Hart-PVCinnen/aussenBFS Nr. 22Capacryl Haftprimer
Tragfähige Altanstriche 5)innen/aussenanschleifen/anlaugenSchadstellen entsprechend
den jeweiligen Untergründen vorbereiten und grundieren
Capacryl Haftprimer
1) Auf masshaltigen Holzbauteilen ist gemäss BFS-Merkblatt Nr. 18 eine zweifache Zwischenbeschichtung erforderlich.

2) Auf Hölzern mit wasserlöslichen, verfärbenden Inhaltsstoffen immer Capacryl Holz-IsoGrund einsetzen, Aststellen 2x beschichten.

3) Zwischenbeschichtung farbtongleich mit Schlussbeschichtung. Bei schwach deckenden Rot-, Gelb- und Orangefarbtönen wird über ColorExpress automatisch ein Farbton gemischt, der eine bessere Abdeckung der Schlussbeschichtung ermöglicht.
Dieser Farbton weicht vom gewählten Farbton zugunsten der Deckkraft der Schlussbeschichtung ab.
4) Bei schwach deckenden Farbtönen (z.B. aus dem gelb/rot/orange-Bereich) ist ggf. eine zusätzliche Beschichtung erforderlich.
5) Bei Pulverbeschichtungen und Coil-Coating-Beschichtungen und anderen kritischen Untergründen vorab unbedingt Probeflächen anlegen und Haftung prüfen.

Verbrauch

Ca. 100–120 ml/m2/Auftrag.
Die Ver­brauchs­­werte sind Anhaltswerte, die je nach Unter­grund und Untergrundbe­schaffenheit ab­­weichen können. Exakte Verbrauchswerte sind nur durch vorherige Probebeschicht­ung­en zu ermitteln.

Verarbeitbarkeitsdauer

(Topfzeit)
2 Stunden bei 20 °C. Höhere Temperaturen verkürzen, niedrigere verlängeren die Topfzeit.
Achtung! Das Ende der Topfzeit ist nicht erkennbar. Überschreitung der Topfzeit sowie Über- oder Untervernetzung (zu viel, zu wenig oder keine Härterzugabe) führt zu drastischer Einschränkung der Produkteigenschaften. 

Verarbeitungsbedingungen

Material-, Umluft- und Untergrundtemperatur:
Mind. 8 °C

Trocknung/Trockenzeit

Bei 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchtigkeit.staubtrockenüberstreichbardurchgetrocknet
nach Stunden1–210–1248
Bei niedrigeren Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit verzögern sich die Trocknungszeiten.

Werkzeugreinigung

Nach Gebrauch mit Wasser.

Bitte beachten (Stand bei Drucklegung)

Masse: Für Kinder unzugänglich aufbewahren. Während der Verarbeitung und Trocknung für gründliche Belüftung sorgen. Essen, Trinken und Rauchen während des Gebrauchs des Produktes ist zu vermeiden. Bei Berührung mit den Augen oder der Haut sofort gründlich mit Wasser abspülen. Nicht in die Kanalisation, Gewässer oder ins Erdreich gelangen lassen. Reinigung der Werkzeuge sofort nach Gebrauch mit Wasser und Seife. Bei Schleifarbeiten Staubfilter P2 verwenden., Spritznebel nicht einatmen. Kombifilter A2/P2 verwenden.

Enthält:1,2-Benzisothiazol-3(2H)-on,  Adipohydrazid, 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.


Härter: Kann allergische Hautreaktionen verursachen. Gesundheitsschädlich bei Einatmen. Kann die Atemwege reizen. Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. Dampf/Aerosol nicht einatmen. Nicht in die Augen, auf die Haut oder auf die Kleidung gelangen lassen. Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz tragen.BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen. Bei Unwohlsein GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen. Enthält Isocyanate. Kann allergische Reaktionen hervorrufen. Nur für gewerbliche Anwender.

Entsorgung

Nur restentleertes Gebinde zum Recycling geben. Flüssige Materialreste bei der Sammelstelle für Altfarben/Altlacke abgeben, eingetrocknete Materialreste als Bau- und Abbruchabfälle oder als Siedlungsabfälle bzw. Hausmüll entsorgen.

EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt

dieses Produktes (Kat. A/d): 130 g/l (2010). Dieses Produkt enthält max. 110 g/l VOC.

Deklaration der Inhaltsstoffe

Masse:
Polyurethanacrylatharz, Titandioxid, Buntpigmente, mineralische Füllstoffe, Wasser, Glykole, Glykolether, Additive, Konservierungsmittel (Methyl-/Benzisothiazolinon).

Härter:
Aliphatisches Polyisosocyanat, Glycolether.

Technischer Beratungsservice

Tel.: 043 399 42 22
Fax:  043 399 42 23
E-Mail: info@caparol.ch