Capalac Dickschichtlack

Festkörperreicher Metallschutzlack für Grund-, Zwischen- und Schlussbeschichtungen aussen und innen. Geprüfter Korrosionsschutz für Stahl und verzinkten Stahl gemäss
DIN EN ISO 12944-6.

Verwendungszweck

1-Topf-Dickschichtlack für Schutz und Gestaltung von Gebäudeteilen aus Eisen, Stahl, Zink, verzinktem Stahl, Aluminium, Kupfer, Hart-PVC, Holzbauteilen im Innen­bereich und masshaltigen Holzbauteilen im Aussen­bereich. Korrosionsschutz für Eisen und Stahl.
Nicht für die Beschichtung von Dachflächen und eloxiertem Aluminium. Weissfarbtöne nicht auf Heizungsanlagen vewenden, da Vergilbung möglich (Capalac Heizkörperlack verwenden).

Eigenschaften

  • hervorragende Haftung
  • hohe Deckkraft auf Bauteilflächen und -kanten
  • langlebiger Schutz durch sehr gute Wetter­beständigkeit
  • hohe Trockenschichtdicken durch grossen Festkörpergehalt möglich
  • Grund-, Zwischen-, Schlussbeschichtung aus einem Topf (1-Topf-System)
  • Prüfbericht für Korrosivitätskategorie C4, Schutzdauer lang auf Stahl u. verzinkten Stahl nach SN EN ISO 12944 Teil 6 gemäss Bauregelliste
  • als Lack und Glimmervariante erhältlich
  • über ColorExpress in grosser Farbton­vielfalt tönbar
  • aromatenfrei
  • entspricht Minergie-Eco
  • Schweizer Umweltetikette E

Materialbasis

Epoxiester mit aromatenfreien Lösemitteln.

Verpackung/Gebindegrößen

  • Weiss, Glimmer und RAL 9006:
    750 ml, 2,5 l 10 l,
  • Kupfer:
    750 ml, 2,5 l
  • ColorExpress:
    1 l, 2,5 l 10 l

Farbtöne

  • Standard:
    Lackfarbton: Weiss
    Glimmerfarbtöne: Glimmer und ca. RAL 9006 sowie Kupfer (Kupfer über ColorExpress auch in Altkupfer abtönbar).
  • ColorExpress:
    Über die ColorExpress-Stationen ist eine Vielzahl von Lack- und Glimmer­­farb­tönen abtönbar (z.B. RAL 9007).

Hinweis: Bei intensiven und dunklen Farb­tönen kann an der Beschichtungsoberfläche ein temporärer Pigmentabrieb entstehen, ggf. ist eine transparente Versiegelung mit Capalac Kunstharz-Klarlack erforderlich.
Glimmerfarben sind Korrosionsschutzfarben. Die Oberfläche ist dem RAL- und TL/TP-KOR-Standard entsprechend matt und fein­rauh. Eine gut reinigungsfähige und belastbare Oberfläche erhält man durch eine zusätz­liche transparente Versiegelung mit Capalac Kunst­harz-Klarlack.

Bei Glimmerfarbtönen kommt es i.R. zu Farb­tonabweichungen:
Im Vergleich zu drucktechnisch herge­stellten Farbtonkarten. Zwischen Glimmerfarben unterschiedlicher Hersteller. Bei Ausbesserungsarbeiten. Bei unterschiedlichen Beschichtungs­verfahren (z.B. Streichen, Rollen, Spritzen, Pulverbeschichtung, Nasslackierung).

Farbtonbeständigkeit gemäss BFS-Merkblatt Nr. 26:
Bindemittel: Klasse B
Pigmentierung: Gruppe 1 bis 3 je nach Farbton

Glanzgrad

  • Lackvariante:
    Seidenmatt
  • Glimmerfarbtöne:
    Matt
  • Kupfer:
    Matt

Lagerung

Kühl
Gebinde dicht verschlossen halten.

Dichte

ca. 1,3 g/cm3

Geeignete Untergründe

Masshaltige Holz­bauteile, Eisen, Stahl, Zink, Aluminium, Kupfer, Hart-PVC, tragfähige Altanstriche.
Der Untergrund muss sauber, trag­fähig, trocken und frei von trennenden Substanzen sein.
Die Holzfeuchte darf bei masshaltigen Holz­bauteilen 13 % nicht über­schreiten. Nicht für die Beschichtung von Dachflächen und eloxiertem Aluminium!

Untergrundvorbereitung

Holzbauteile:
Holzoberflächen in Faser­richtung schleifen, gründlich reinigen und austretende Holzinhaltsstoffe wie
z.B. Harze und Harzgallen entfernen. Scharfe Kanten brechen (siehe auch BFS-Merkblatt Nr. 18).

Eisen, Stahl:

Auf den Rein­heitsgrad SA 2 1/2 (Strahlen) gem. DIN EN ISO 12944-4 vor­bereiten. Bei geringer Korrosions­belastung (z.B. im Innenraum ohne Kondenswasser­belastung und ohne aggressive Einflüsse ist auch eine gründliche maschinelle oder Hand­­endrostung auf den Reinheitsgrad ST 3  möglich.

Zink, verzinkter Stahl:
Mit Disboclean und Schleifpad oder amoniakalische Netz­­mittelwäsche oder Sweepstrahlen nach BFS-Merk­­blatt Nr. 5.

Hart-PVC:
Mit Disboclean und Schleifpad oder amoniakalische Netzmittelwäsche nach BFS-Merkblatt Nr. 22.

Aluminium:
Mit Disboclean und Schleifpad, Nitroverdünnung oder phosphorsaure Reinigung mit Schleif­pad nach BFS-Merkblatt Nr. 6.

Kupfer: 

Mit Disboclean und Schleifpad schleifend reinigen 

Altanstriche:
Altanstriche anschleifen und/ oder anlaugen. Nicht tragfähige Altanstriche entfernen.

Die entsprechenden SIA-Normen, SMGV-Normen, sowie BFS-Merkblätter sind zu beachten.

Auftragsverfahren

Hinweise für den Spritzauftrag:

Ø DüseDruckHinweise
AirlessLack0,009–0,013 inch180–200 barMembranpumpe und Kolbenpumpe
Glimmer0,013–0,017 inch180–200 barNur mit Kolbenpumpe

Beschichtungsaufbau

UntergrundEinsatzUntergrund-
vorbereitung
ImprägnierungGrundierungZwischen-
beschichtung
Schluss-
beschichtung
Holz, HolzwerkstoffeinnenanschleifenCapalac
Dickschichtlack
falls erforderlich
Capalac
Dickschichtlack
Capalac Dickschichtlack
masshaltige
Holzbauteile
aussenBFS Nr. 18Capalac Holz-Imprägnier-Grund
Eisen, Stahlinnen/aussenentrosten/entfetten
Zinkinnen/aussenBFS Nr. 5
Aluminiuminnen/aussenBFS Nr. 6
Kupferinnen/aussenMultistar/Schleifpad-
Hart-PVCinnen/aussenBFS Nr. 22
Tragfähige Altanstriche1)innen/aussenanschleifen/anlaugenSchadstellen entsprechend den jeweiligen
Untergründen vorbereiten und grundieren
Hinweis: Auf Pulverbeschichtungen, Coil-Coating-Beschichtungen und anderen kritischen Untergründen vorab Probeflächen anlegen und Haftung prüfen.

Verarbeitung:
Capalac Dickschichtlack kann gestrichen, gerollt oder gespritzt werden. Vor Gebrauch gut aufrühren und bei Bedarf mit Testbenzin bzw. Terpentinersatz verdünnen. Bei Glimmerfarben sind optisch gleich­mässige Flächen nur im Spritzauftrag möglich. Auf grossen Flächen ist aber auch im Spritz­auftrag eine Wolkigkeit, z.B. durch Aufteilung der Flächen in Arbeitsabschnitte, nicht immer vermeidbar.

Korrosionsschutz auf Stahl mit Capalac Dickschichtlack:
Beschichtungssysteme für die Korrosivitätskategorie C2, C3, C4 in Anlehnung an SN EN ISO 12944-5 Oberflächenvorbereitung: Strahlen auf Reinheitsgrad SA 21/2 (SN EN ISO 12944-4).
Nr.Grundbeschichtungµm1)Zwischenbeschichtungµm1)Deckbeschichtungµm1)insg. µm1)Korrosivitätskategorien
C22)C32)C42)
L M H L M H L M H
1Capalac-
Dickschichtlack
z.B. RAL 7036
60Capalac-
Dickschichtlack
z.B. RAL 7036
60120
2Capalac-
Dickschichtlack
Glimmer
80Capalac-
Dickschichtlack
Glimmer
80160
33)Capalac-
Dickschichtlack
z.B. RAL 7036
60Capalac
Dickschichtlack
z.B. RAL 7036
60Capalac-
Dickschichtlack
z.B. RAL 7036
60180
43)Capalac-
Dickschichtlack
Glimmer
80Capalac Dickschichtlackz.B. RAL 703660Capalac-
Dickschichtlack
z.B. RAL 7036
60200
53)Capalac-
Dickschichtlack
Glimmer
80Capalac
Dickschichtlack
Glimmer
80Capalac-
Dickschichtlack
Glimmer
80240
1)Sollschichtdicke
2)Erläuterungen zu den Korrosivitätskategorien siehe unten.
3)Mit Eignungsnachweis (Prüfbericht) nach DIN EN ISO 12944 Teil 6 für System Nr. 3, 4 und 5.
Blau =geeignet
Weiss =nicht geeignet

Korrosionsschutz auf verzinktem Stahl mit Capalac Dickschichtlack (Duplex-System):
Beschichtungssystem für die Korrosivitätskategorie C2, C3, C4 in Anlehnung an SN EN ISO 12944-5 Oberflächenvorbereitung: Sweepen (SN EN ISO 12944-4).
Nr.Grundbeschichtungµm1)ZwischenbeschichtungµmDeckbeschichtungµminsg. µmKorrosivitätskategorien
C2C3C4
L M H L M H L M H
1Capalac-
Dickschichtlack
z.B. RAL 5010
60Capalac-
Dickschichtlack
z.B. RAL 5010
60120
2Capalac-
Dickschichtlack
Glimmer
80Capalac-
Dickschichtlack
Glimmer
80160
Mit Eignungsnachweis (Prüfbericht) nach DIN EN ISO 12944 Teil 6.

Erläuterungen
Korrosivitätskategorien (siehe DIN EN ISO 12944 Teil 2)
Kategorie/
Belastung
Beispiele für typische Umgebungsbedingungen bzw. Belastungen in gemässigtem Klima.
ausseninnen
C2 geringAtmosphären mit geringer Verunreinigung.
Meistens ländliche Bereiche.
Ungeheizte Gebäude, wo Kondensation auftreten kann, z.B. Lager, Sporthallen.
C3 mässigStadt- und Industrieatmosphäre, mässige Verunreinigung durch Schwefeldioxid. Küstenbereiche mit geringer Salzbelastung.Produktionsräume mit hoher Feuchte und etwas Luftverunreinigung, z.B. Anlagen zur Lebensmittelherstellung, Wäschereien, Brauereien, Molkereien.
C4 starkIndustrielle Bereiche und Küstenbereiche mit mässiger Salzbelastung.Chemieanlagen, Schwimmbäder, Bootsschuppen über Meerwasser.

Schutzdauer
(siehe SN EN ISO 12944 Teil 1 und 5)
Die Schutzdauer ist die erwartete Standzeit eines Beschichtungssystems bis zur ersten Instandsetzung. Bei den angegebenen Zeitspannen handelt es sich um Erfahrungswerte die dem Auftraggeber helfen können, ein Instandsetzungsprogramm nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten festzulegen. 
Die Schutzdauer ist keine Gewährleistungszeit!
ZeitspanneSchutzdauer in Jahren
Low (L)2–5
Middle (M)5–15
High (H)über 15

Verbrauch

Verbrauch/Schichtdicken:
Verwendetes
Werkzeug
MaterialtypVerbrauch/m2mittlerer Verbrauch/m2mittlere
Nassschichtdicke
mittlere
Trockenschichtdicke
Pinsel/RolleLackvariante (Unifarbtöne)100–125 mlca. 115 mlca. 115 µmca. 65 µm
Glimmer und DB-Farbtöne125–160 mlca. 140 mlca. 140 µmca. 80 µm
RAL 9006 und Kupfer100–125 mlca. 115 mlca. 115 µmca. 60 µm
SpritzenLackvariante (Unifarbtöne)100–125 mlca. 115 mlca. 115 µmca. 65 µm
Glimmer und DB-Farbtöne150–180 mlca. 160 mlca. 160 µmca. 80 µm
RAL 9006 und Kupfer125–150 mlca. 135 mlca. 135 µmca. 70 µm
Die Verbrauchswerte und die sich daraus ergebenden Schichtdicken sind Anhaltswerte, die je nach Untergrund und Untergrundbeschaffenheit ab­weichen können. Exakte Verbrauchswerte sind nur durch vorherige Probebeschichtungen zu ermitteln.

Verarbeitungsbedingungen

Material-, Umluft- und Untergrundtemperatur:
Mind. 5 °C

Trocknung/Trockenzeit

Bei 20 °C und 65 %
relativer Luftfeuchtigkeit.
staubtrockengriffestüberstreichbardurchgetrocknet
nach Stunden4824nach ca. 5 Tagen

Bei niedrigeren Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit verzögern sich die Trocknungszeiten.  Durch Zugabe von 5 Vol.-% Capalac PU-Härter kann eine schnellere Belastbarkeit und Durchtrocknung des Beschichtungsfilmes erreicht werden.

Werkzeugreinigung

Nach Gebrauch mit Testbenzin bzw. Terpen­tin­ersatz.

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Capalac Dickschichtlack
Flüssigkeit und Dampf entzündbar. Kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen. Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. Wiederholter Kontakt kann zu spröder oder rissiger Haut führen. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Von offener Flamme/heissen Oberflächen fernhalten. - Nicht rauchen. Staub oder Nebel nicht einatmen. Nicht in die Augen, auf die Haut oder auf die Kleidung gelangen lassen. Nur im Freien oder in gut belüfteten Räumen verwenden. Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Vorgeschriebene persönliche Schutzausrüstung verwenden. BEI KONTAKT MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen. Enthält  Cobaltneodecanoat, Bis(1,2,2,6,6-pentamethyl-piperidyl)sebacat, Methyl-(1,2,2,6,6-pentamethyl-4-piperidyl)sebacat - kann allergische Reaktionen hervorrufen.

Entsorgung

Nur restent­leertes Gebinde zum Recycling geben. Gebinde mit Resten bei einer Sammel­­­stelle für Altlacke abgeben.

EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt

dieses Produkt (Kat. A/i): 500 g/l (2010). Dieses Produkt enthält max. 500 g/l VOC.

Deklaration der Inhaltsstoffe

Epoxidharzester, Titandioxid, Buntpigmente, Metalleffektpigmente, mineralische Füllstoffe, Aliphaten, Glykolether, Additive

Technischer Beratungsservice

Tel.: 043 399 42 22
Fax:  043 399 42 23
E-Mail: info@caparol.ch