Latex Satin 20

Die Strapazierfarbe. Nassabriebklasse 1

  • Verwendungszweck

    Hochwertige Latexfarbe mit seiden­­­glän­zen­der Oberfläche für stark strapazierte Innen­flächen. Besonders gut für Reno­vie­rungs­anstriche bzw. zum Überstreichen von Rauh­faser-, Relief- und Prägetapeten sowie Capaver® Glasgewebe-Wandbelägen ge­eignet.

    Eigenschaften

    • emissionsminimiert, lösemittelfrei, weichmacherfrei
    • frei von foggingaktiven Substanzen
    • wasserverdünnbar, umweltschonend und geruchsarm
    • hoher Weissgrad
    • diffusionsfähig
    • sd-Wert <  0,3 m
    • strukturerhaltend
    • hoch reinigungsfähig und beständig gegen wässrige Desinfektions- und Haushaltsreinigungsmittel
    • leichte Verarbeitung
    • entspricht Minergie-Eco
    • Schweizer Umweltetikette B

    Materialbasis

    Kunststoff-Latex nach DIN 55945.

    Verpackung/Gebindegrößen

    • Standardware: 12,5 l
    • ColorExpress: 12,5 l

    Farbtöne

    Weiss, Lichtweiss

    Latex Satin 20 ist selbstabtönbar mit CaparolColor Vollton- und Abtönfarben oder AmphiColor Vollton- und Abtönfarben. Bei Selbstabtönung benötigte Gesamt­menge untereinander vermischen, um Farbton­unter­­schiede zu vermeiden.

    Latex Satin 20 ist im ColorExpress-System maschinell nach allen gängigen Farbton­kollektionen im Pastellbereich bis ca. Hellbezugswert 70 abtönbar. Um evtl. Abtönfehler zu erkennen, bitte vor Verarbeitung auf Farbtonexaktheit überprüfen. Auf zusammenhängenden Flächen nur Farbtöne einer Anfertigung (Charge) verwenden. 

    Glanzgrad

    Seidenglänzend (mittlerer Glanz nach DIN EN 13 300)

    Lagerung

    Kühl, aber frostfrei.

    Technische Daten

    Kenndaten nach DIN EN 13 300:
    Durch Abtönung sind Abweichungen bei den technischen Kenndaten möglich.

    Nassabrieb

    Klasse 1, entspricht scheuerbeständig nach DIN 53778

    Kontrastverhältnis

    Deckvermögen Klasse 2, bei einer Ergiebig­­­keit von 7 m²/l bzw. 140 ml/m2

    Maximale Korngröße

    fein (< 100 µm)

    Dichte

    ca. 1,4 g/cm3

    Ergänzungsprodukte

    Disbopur 458 PU-Aqua-Siegel 
    Durch die zweimalige Schutzversiegelung mit Disbopur 458 PU-Aqua-Siegel kann die mechanische und chemische Strapazierfähigkeit der Latex Satin 20 wesentlich verbessert werden. Anwendung nur bei hellen Farbtönen mit einem Hellbezugswert von ca. 100 – 70 möglich. Die Schutzversiegelung bewirkt eine mattere Oberfläche und kann zur geringen Farbtonveränderung führen. Auf Capaver® Glasgewebe werden besonders robuste Oberflächen erreicht. Der Einsatz auf Glasgewebe anderer Hersteller kann zur leichten Vergilbung führen.

    Eignung gemäß Technischer Information Nr. 606 Definition der Einsatzbereiche

    innen 1 innen 2 innen 3 aussen 1 aussen 2
    + + +
    (–) nicht geeignet / (○) bedingt geeignet / (+) geeignet

    Geeignete Untergründe

    Die Untergründe müssen frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein.

    Die entsprechenden SIA-Normen, SMGV-Merkblätter sowie-BFS-Merkblätter sind zu beachten.

    Gemäss SIA-Norm 257, Kapitel 6, sind Untergründe aus Gips, z.B. anhand Checkliste/Prüfprotokoll des SMGV, mittels den entsprechenden Prüfmethoden zu prüfen. Die Prüfmethoden sind im Merkblatt Nr. 20 „Technische Richtlinien für Maler- und Lackierarbeiten des BFS / SMGV" beschrieben.

    Untergrundvorbereitung

    Putze der Mörtelgruppe PII u. PIII/Druckfestigkeit nach DIN EN 998-1 mit mind. 2 N/mm²: Feste, normal saugende Putze ohne Vor­behandlung beschichten. Auf grob porösen, sandenden, saugenden Putzen ein Grundan­strich mit OptiGrund E.L.F.

    Gipsputze der Mörtelgruppe PIV/Druckfestigkeit nach DIN EN 13279 mit mind. 2 N/mm²: Ein Grundanstrich mit Siligrund. Gipsputze mit Sinterhaut schleifen, ent­­stauben, Grundanstrich mit Caparol-Tief­grund TB alternativ OptiGrund E.L.F.

    Gipsbauplatten: Auf saugenden Platten ein Grundanstrich mit OptiGrund E.L.F. oder Caparol-Tief­grund TB. Auf stark verdichteten, glatten Platten ein haftvermittelnder Grundanstrich mit Capagrund Universal.

    Gipsplatten (Gipskartonplatten): Spachtelgrate abschleifen. Weiche Gips­spachtelstellen mit Caparol-Tiefgrund TB festigen. Ein Grundanstrich mit Siligrund oder OptiGrund E.L.F. Bei Platten mit wasserlöslichen, verfärben­den Inhaltsstoffen ein Grundanstrich mit Caparol AquaSperrgrund. BFS-Merkblatt Nr. 12 beachten.

    Beton: Evtl. vorhandene Trennmittelrückstände sowie mehlende, sandende Substanzen entfernen.

    Porenbeton: Ein Grundanstrich mit Capaplex, 1 : 3 mit Wasser verdünnt.

    Kalksandstein- und Ziegel­sichtmauerwerk: Ohne Vorbehandlung beschichten.

    Tragfähige Beschichtungen: Matte, schwach saugende Beschichtungen direkt überarbeiten. Glänzende Oberflächen und Lack­beschich­tungen anrauhen. Ein Grundanstrich mit Capagrund Universal.

    Nicht tragfähige Beschichtungen: Nicht tragfähige Lack- und Dispersions­farben- oder Kunstharzputz-Beschichtungen entfernen. Auf schwach saugenden, glatten Flächen ein Grundanstrich mit Capagrund Universal. Auf grob porösen, sandenden bzw. saugen­den Flächen ein Grundanstrich mit OptiGrund E.L.F. Nicht tragfähige Mineralfarben-Beschichtungen mechanisch entfernen und die Flächen entstauben. Ein Grundanstrich mit Caparol-Tiefgrund TB.

    Leimfarbenanstriche: Grundrein abwaschen. Ein Grundanstrich mit Caparol-Tiefgrund TB.

    Ungestrichene Rauhfaser-, Relief- oder Prägetapeten aus Papier: Ohne Vorbehandlung beschichten.

    Nicht festhaftende Tapeten: Restlos entfernen. Kleister und Makulatur­reste abwaschen. Grundanstrich mit Caparol-Tiefgrund TB.

    Schimmelbefallene Flächen: Schimmel- bzw. Pilzbefall durch Nassreini­gung entfernen. Flächen mit Capatox bzw. FungiGrund durch­waschen und gut trocknen lassen. Grund­anstrich je nach Art und Be­schaffen­heit des Untergrundes. Bei stark befallenen Flächen Schlussbeschich­tung mit Indeko-W, oder Fungitex-W aus­führen. Hierbei sind die gesetzlichen und behörd­lichen Vorschriften (z.B. die Biostoff- und die Gefahrstoffverordnung) zu beachten.

    Flächen mit Nikotin-, Wasser-, Russ- oder Fettflecken: Nikotinverschmutzungen sowie Russ- oder Fettflecken mit Wasser unter Zusatz fett­lösender Haushaltsreinigungsmittel ab­waschen und gut trocknen lassen. Abgetrocknete Wasserflecken trocken durch Abbürsten ­reinigen. Ein absperrender Grund­anstrich mit Caparol AquaSperrgrund.

    Holz- und Holzwerkstoffe: Mit den wasserverdünnbaren, umwelt­schonenden Capacryl Acryl-Lacken oder Capacryl PU-Lacken beschichten.

    Kleine Fehlstellen: Nach entsprechender Vorarbeit mit Caparol-Akkordspachtel nach Verarbeitungs­vorschrift ausbessern und gegebenenfalls nachgrun­dieren.

    Auftragsverfahren

    Zu verarbeiten mit Pinsel, Rolle und Airless­geräten.

    Airlessauftrag:
    Spritzwinkel: 50°; Düse: 0,019–0,021"; Spritzdruck: 150–180 bar
    Arbeitsgeräte nach dem Gebrauch mit Wasser reinigen.

    Beschichtungsaufbau

    Ein satter, gleichmässiger Anstrich mit Latex Satin 20, mit max. 5 % Wasser verdünnt. Auf kontrastreichen Flächen ist ein vor­heriger Grundanstrich, mit max. 10 % Wasser verdünnt, auszuführen. Auf unterschiedlich saugenden Untergründen ein Grundanstrich mit Capagrund Universal.

    Verbrauch

    Ca. 140 ml/m2 pro Arbeitsgang auf glattem Untergrund. Auf rauhen Flächen entsprechend mehr. Exakten Verbrauch durch Probebeschichtung ermitteln.

    Verarbeitungsbedingungen

    Untere Temperaturgrenze bei der Verarbeitung und Trocknung: +5 °C für Umluft und Untergrund.

    Trocknung/Trockenzeit

    Bei +20 °C und 65 % rel. Luftfeuchte nach 4–6 Stunden oberflächentrocken und über­streichbar. Durchgetrocknet und belastbar nach ca. 3 Tagen.
    Bei niedrigerer Temperatur und höherer Luft­feuchte verlängern sich diese Zeiten.

    Hinweis

    Zur Vermeidung von Ansätzen nass-in-nass in einem Zug beschichten. Bei Airless-Spritzauftrag Farbe gut aufrühren und durchsieben. Bei der Anwendung von Caparol-Tiefgrund TB im Innenbereich kann ein typischer Löse­mittelgeruch auftreten. Deshalb für gute Lüftung sorgen. In sensiblen Bereichen den aromatenfreien geruchsarmen AmphiSilan-Putzfestiger anwenden. Abzeichnungen von Ausbesserungen in der Fläche hängen von vielen Faktoren ab und sind daher unvermeidbar (BFS-Merkblatt 25). Verwendung von Flächendesinfektionsmitteln auf Phenolbasis kann zur Vergilbung der Oberfläche führen.

    Gutachten

    Die unbedenkliche Anwendung im Innen­bereich wurde von dem Fraunhofer Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI) bewertet und mit dem TÜV-Gütezeichen „schadstoffgeprüft" aus­gezeichnet. Das Gutachten erhalten Sie auf Anforde­rung.

    Bitte beachten (Stand bei Drucklegung)

    Für Kinder unzugänglich aufbewahren. Bei Schleifarbeiten Staubfilter P2 verwenden. 
    Während der Verarbeitung und Trocknung für gründliche Belüftung sorgen. Essen,  Trinken und Rauchen während des Gebrauchs der Farbe ist zu vermeiden. Bei Berührung mit den Augen oder der Haut sofort gründlich mit Wasser abspülen. Nicht in die Kanalisation, Gewässer oder ins Erdreich gelangen lassen. Reinigung der Werkzeuge sofort nach Gebrauch mit Wasser und Seife. Nähere Angaben: Siehe Sicherheitsdatenblatt.

    Entsorgung

    Nur restentleertes Gebinde zum Recycling geben. Flüssige Materialreste bei der Sammelstelle für Altfarben/Altlacke abgeben, eingetrocknete Materialreste als Bau- und Abbruchabfälle oder als Siedlungsabfälle bzw. Hausmüll entsorgen.

    EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt

    dieses Produktes (Kat. A/a): 30 g/l (2010). Dieses Produkt enthält < 1 g/l VOC.

    Deklaration der Inhaltsstoffe

    Polyvinylacetatharz, Titandioxid, Calciumcarbonat, Silikate, Wasser, Additive, Konservierungsmittel

    Technische Beratung

    Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren technische Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden. Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Aussendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.

    Technischer Beratungsservice

    Tel.: 043 399 42 22
    Fax:  043 399 42 23
    E-Mail: info@caparol.ch