• facebook

Capatect MK-Uniputz

Hochvergüteter, mineralische gebundener Edelputz-Trockenmörtel auf Kalk / Zement-Basis, wasserabweisend, beliebigmodellierbar bzw. glätt- und filzbar

    Verwendungszweck

    Einsetzbar als Endbeschichtung für:
    - Capatect-WDV-Systeme
    - Capatect-VHF-Systeme
    - Mineralische Altputze
    - Unterputze der Mörtelgruppen PII + III + IV + V
    - Gipsbauplatten, Gipskarton und Gipsfaserplatten
    - Beton und Porenbeton
    - tragfähige Lack- und Dispersionsanstriche

    Ungeeignet sind Untergründe mit Salzausblühungen, Untergründe aus Kunststoff oder Holz, sowie mechanisch stark beanspruchte Flächen.

    Die Farbgebung und der Witterungsschutz wird durch Überstreichen mit ThermoSan NQG gegeben.

    Eigenschaften

    • Brandverhalten „nichtbrennbar" bzw. „schwerentflammbar" entsprechend dem Aufbau des jeweiligen Capatect-WDV-Systems, bzw. des VHF-Systems
    • wasserdampfdurchlässig
    • faserverstärkt
    • geschmeidige Verarbeitbarkeit
    • händisch und maschinell verarbeitbar
    • umweltfreundlich
    • Bindemittelbasis: Weisszement und Wei­sskalkhydrat, kunstharzvergütet
    • Anwendbar im Innen- und Aussenbereich
    • kann strukturiert, modelliert und gefilzt werden

    Verpackung/Gebindegrößen

    25 kg Sack

    Farbtöne

    Naturweiss

    Glanzgrad

    Matt

    Lagerung

    Kühl, trocken und frostfrei. Original verschlossene Gebinde sind ca. 12 Monate lagerstabil.

    Diffusionswiderstandszahl µ (H2O)

    μ ≈ 17

    Frischmörtelrohdichte

    1,45 kg/dm3

    Wasseraufnahmekoeffizient

    w < 0,5 kg/(m2 · h0,5) nach SN EN 1062

    Konsistenz

    pulverförmig

    Untergrundvorbereitung

    Der Untergrund muss eben, sauber, trocken, fest, tragfähig und frei von tren­nenden Substanzen sein.
    Schimmel-, moos- oder algenbefallene Flächen mittels Druckwasserstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vor­schriften reinigen. Mit Capatox durch­waschen und die Flächen gut trocknen lassen.
    Durch Industrieabgase oder Russ ver­­­schmutzte Flächen mittels Druck­wasser­strahlen mit Zusatz geeigneter Reini­gungs­­mittel und unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen. 

    Auftragsverfahren

    Den Nassmörtel mit einer Edelstahlkelle oder mit einer geeigneten Feinputz-Spritz­maschine vollflächig auftragen und die Oberfläche in frischem Zustand beliebig modellieren, filzen oder überschlämmen.
    Die Auftragsstärke des Materials ist auf eine Schichtdicke zwischen 2–5 mm begrenzt.
    Die Wahl des Werkzeuges beeinflusst das Rauhigkeitsprofil der Oberfläche, deshalb stets mit gleichen Werkzeugen arbeiten.

    Bei einer geglätteten oder gefilzten Oberfläche ist ab einer Schichtdicke von 3 mm eine Gewebeeinlage mit Capatect Gewebe 650 erforderlich.

    Zur Erzielung einer gleichmässigen Fläche sollten zusammenhängende Flächen stets vom gleichen Handwerker ausgeführt werden, um Abweichungen durch unter­schiedliche „Handschriften" zu vermeiden.
    Zur Vermeidung von Ansätzen ist eine genügende Anzahl von Mitarbeitern auf jeder Gerüstlage einzusetzen. Nass in nass zügig durcharbeiten.
    Bei Phantasiestrukturen sollten zu krasse Unterschiede in der Materialdicke unter­bleiben, um Schwundrisse an den Über­gängen zu vermeiden.

    Es ist zu berücksichtigen, dass bei ge­glätteten oder überwaschenen Strukturen infolge oberflächiger Bindemittelanreicherung eine Sinterschicht entstehen kann und feine Schwundrisse nicht gänzlich ausgeschlossen werden können. Diese stellen jedoch keinen zu beanstandenden Mangel dar.

    Durch die Verwendung von natürlichen Füllstoffen und Granulaten sind geringe Farbtonschwankungen möglich. Deshalb auf zusammenhängenden Flächen nur Material mit gleicher Produktionsnummer verarbeiten oder Material unterschied­licher Produktionsnummern vorher untereinander mischen.

    Beschichtungsaufbau

    Grund- bzw. Zwischenanstriche müssen vor der weiteren Überarbeitung trocken sein.

    Capatect-WDV-Systeme und Capatect-VHF-Systeme:
    Neue mineralische Unterputze (Armierungsmassen)
    Bei normalem zügigen Arbeitsablauf keine Grundierung erforderlich. Bei längerer Standzeit (z.B. Überwinterung) ange­witterte Unterputze mit Putzgrund 610 grundieren.

    Unterputze der Mörtelgruppe PII und P III sowie mineralische Altputze und Beton:
    Neue Putze:
    2–4 Wochen unbehandelt stehen lassen Grundanstrich mit Putzgrund 610

    Beton, Oberfläche fest und tragfähig:
    Grundanstrich mit Putzgrund 610

    Putze und Beton, Oberfläche grob porös leicht sandend, saugend:
    Grundanstrich mit OptiGrund E.L.F.,
    Zwischenanstrich mit Putzgrund 610

    Putze und Beton, Oberfläche stark saugend, mehlend:
    Grundanstrich mit Dupa-grund,
    Zwischenanstrich mit Putzgrund 610.

    Verbrauch

    Der Verbrauch des frei strukturierbaren und feinkörnigen Putzes ist struktur­abhängig und variabel. (Je mm Schichtdicke ca. 1,1 kg/m2)

    Verarbeitungsbedingungen

    Während der Verarbeitungs- und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5 °C und über +30 °C liegen.
    Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten.

    Trocknung/Trockenzeit

    Neue Putze sind nach ausreichender Standzeit, in der Regel nach 2 Wochen, bei ca. 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtig­keit, beschichtbar. Bei ungünstigeren Wetterbedingungen, z.B. beeinflusst durch Wind oder Regen, müssen deutlich längere Standzeiten eingehalten werden.

    Durch eine zusätzliche Grundbeschich­tung mit CapaGrund Universal vermindert sich das Risiko von Kalkausblühungen, so dass bereits nach einer Standzeit von 7 Tagen der Oberputz beschichtet werden kann.
    Der Putz trocknet durch Hydratation und physikalisch, d. h. durch Verdunstung des Anmachwassers. Besonders in der kühlen Jahreszeit und bei hoher Luftfeuchtigkeit ist deshalb eine verzögerte Trocknung gegeben.

    Werkzeugreinigung

    Sofort nach Gebrauch mit Wasser.

    Ansetzen des Materials

    Capatect MK-Uniputz kann mit allen gängigen Durchlauf­mischern, Schnecken-Förderpumpen und Putzmaschinen verarbeitet, aber auch manuell mit einem kräftigen, langsam laufenden Rührwerk mit sauberem, kaltem Wasser zu einer klumpenfreien Masse angeteigt werden. Reifen lassen und noch­­mals kurz durchrühren. Falls erforderlich, ist die Konsistenz nach dieser Reifezeit mit etwas Wasser nachzustellen.
    Wasserbedarf je 25 kg-Sack: ca. 6 l

    Die Verarbeitungszeit beträgt in Witte­rungsabhängigkeit ca. 1 bis 1,5 Stunden (Topfzeit), bei maschineller Förderung be­trägt die maximale Standzeit im Schlauch 30 Minuten. Bereits angesteiftes Material keinesfalls mit Wasser wieder gangbar machen.

    Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

    Dieses mineralische Pulverprodukt re­agiert alkalisch. Reizt die Haut. Gefahr ernster Augenschäden.
    Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Staub nicht einatmen.
    Berührung mit den Augen und der Haut vermeiden. Bei Be­rührung mit den Augen sofort gründlich mit Wasser abspülen und den Arzt kon­sultieren.
    Bei der Arbeit geeignete Schutz­handschuhe und Schutzbrille/Gesichts­schutz tragen. Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und Ver­packung oder Etikett vorzeigen.

    Bitte beachten (Stand bei Drucklegung)

    Technische Beratung

    Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden.

    Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Aussendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.

    Entsorgung

    Nur restentleerte Säcke (rieselfrei) zum Recycling geben. Ausgehärtete Material­reste als gemischte Bau- und Abbruch­abfälle entsorgen.

    Sicherheitsbezogene Daten / Gefahren- und Transportkennzeichnung

    Siehe Sicherheitsdatenblatt.

    KundenServiceCenter

    Tel.: 043 399 42 22

    Fax: 043 399 42 23

    E-Mail: info@caparol.ch

    Technische Informationen

  • Technische Information