Capatect Mineral-Putz K20

Mineralischer Werktrockenmörtel nach EN 998-1, Oberputze für aussen und innen

Verwendungszweck

Mineralischer, strukturierbarer Putz. Ein­setzbar als Endbeschichtung für:
- Capatect-WDV-Systeme
- Capatect-VHF-Systeme
- Beton, mineralische Altputze
- Unter­putze der Mörtelgruppen PII + III nach DIN V 18550
- Gipskartonplatten oder Unterputze der Mörtelgruppen PIV + V im Innenbereich

Eigenschaften

  • Brandverhalten „nichtbrennbar" bzw. „schwerentflammbar" entsprechend dem Aufbau des jeweiligen Capatect-WDV-Systems, bzw. des Capatect-VHF-Systems
  • hoch wasserdampfdurchlässig
  • witterungsbeständig, wasserabweisend
  • spannungsarm
  • mechanisch belastbar
  • umweltfreundlich
  • Weisszement und Weisskalkhydrat, mineralische Bindemittel mit geringen organischen Zusätzen
  • abgestufte licht- und wetterbeständige Pigment-Füllstoff-Granulat-Kombination und hochwertige mineralische Leicht­zuschlagstoffe
  • Vergütungszusätze zur Hydrophobierung und guten Haftung

Verpackung/Gebindegrößen

25 kg Sack

Farbtöne

Naturweiss

Glanzgrad

Mineralisch matt

Lagerung

Kühl, trocken und frostfrei. Original verschlossene Gebinde sind ca. 12 Monate lagerstabil.

Diffusionswiderstandszahl µ (H2O)

µ < 30 nach SN EN 12086

Diffusionsäquivalente Luftschichtdicke sdH2O

auf Capatect Klebe- und Spachtelmasse 190: max. 0,1 m

Druckfestigkeit

> 2,8 N/mm2 nach SN EN 826

Festmörtelrohdichte

< 1,5 kg/dm3

Biegezugfestigkeit

1000 kPa nach SN EN 12089

Wasseraufnahmekoeffizient

w < 0,5 kg/(m2 · h0,5) nach SN EN 1062

Konsistenz

pulverförmig

Produkt-Nr.

Produkt Struktur Körnung (mm) ca. Verbrauch (kg/m2)
Capatect Mineral-Putz K20 Vollabrieb-Struktur 2,0 2,5

Bei den Verbrauchsangaben handelt es sich um Richtwerte ohne Schütt- und Schwundverlust. Objektabhängige oder verarbeitungsbedingte Abweichungen sind zu berücksichtigen.

Untergrundvorbereitung

Der Untergrund muss eben, sauber, trocken, fest, tragfähig und frei von trennenden Substanzen sein. Neue Grundputze mindestens 2–4 Wochen durchhärten lassen. Die Armierungsschicht muss abgebunden und trocken sein.

Auftragsverfahren

Den Nassmörtel mit einer Edelstahlkelle oder mit einer geeigneten Feinputz-Spritz­maschine vollflächig auftragen und auf Körnung abziehen. Unmittelbar danach mit einem PU- oder Holzbrett bzw. mit einem Kunststoff-Reibebrett den Kratz­­putz gleichmässig rund abscheiben.
Die Wahl des Werkzeuges beeinflusst den Charakter der Oberfläche, deshalb stets mit gleichen Strukturscheiben arbeiten.

Zur Erzielung einer gleichmässigen Struktur sollten zusammenhängende Flächen stets vom gleichen Handwerker ausge­führt werden, um Struktur-Abweichungen durch unterschiedliche „Handschriften" zu ver­meiden.

Zur Vermeidung von Ansätzen ist eine ge­nügende Anzahl von Mitarbeitern auf jeder Gerüstlage einzusetzen. Nass in nass zügig durcharbeiten. Durch die Verwendung von natürlichen Füllstoffen und Granulaten sind geringe Farbtonschwankungen möglich. Deshalb auf zusammenhängenden Flächen nur Material mit gleicher Produktionsnummer verarbeiten oder Material unterschied­licher Produktionsnummern vorher unter-einander mischen.

Verarbeitungsbedingungen

Während der Verarbeitung und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5° C und über +30° C liegen.
Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei starkem Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten.

Trocknung/Trockenzeit

Neue Putze sind nach ausreichender Standzeit, in der Regel nach 2 Wochen, bei ca. 20° C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit, beschichtbar.
Bei ungünstigeren Wetterbedingungen, z. B. beeinflusst durch Wind oder Regen, müssen deutlich längere Standzeiten eingehalten werden. Durch eine zusätzliche Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal vermindert sich das Risiko von Kalkausblühungen, so dass bereits nach einer Standzeit von 7 Tagen der Oberputz beschichtet werden kann.

Der Putz trocknet durch Hydratation und physikalisch, d. h. durch Verdunstung des Anmachwassers. Besonders in der kühlen Jahreszeit und bei hoher Luftfeuchtigkeit ist deshalb eine verzögerte Trocknung gegeben.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch mit Wasser.

Zwischenbeschichtung

Die mineralischen Armierungsschichten werden bei normalem zügigem Arbeits­ablauf nicht grundiert. Lediglich nach längeren Standzeiten (z. B. Über­winterung der Armierungsschicht) ist ein Voranstrich mit Putzgrund 610 aufzu­bringen.

Ebenso müssen Gipsputze sowie Gips­kartonplatten im Innenbereich (nach geeigneter Tiefgrundierung) vorgestrichen werden. Voranstrich bzw. Grundierung müssen trocken sein.

Ansetzen des Materials

Capatect Mineral-Putz kann mit allen gängigen Durchlaufmischern, Schnecken-Förderpumpen und Putzmaschinen ver­arbeitet, aber auch manuell mit einem kräftigen, langsam laufenden Rührwerk mit sauberem, kaltem Wasser zu einer klumpenfreien Masse angeteigt werden. Ca. 2 Minuten reifen lassen und nochmals kurz durchrühren. Falls erforderlich, ist die Konsistenz nach dieser Reifezeit mit etwas Wasser nachzustellen. Wasserbedarf ca. 5–6 l je 25 kg-Sack.

Die Verarbeitungszeit beträgt in Witte­rungs­abhängigkeit ca. 2 Stunden (Topf­zeit), bei maschineller Förderung maximal 60 Minuten. Bereits angesteiftes Material keinesfalls mit Wasser wieder gangbar machen.

Beispiel für Maschinenausrüstung

Durchlaufmischer Berö Calypso 15 mit Standard-Dosier- bzw. Mischwelle und Förderpumpe Berö Speedy 15 mit Schneckenteil 1/1 Leistung:

Wichtige Daten:
Förderschläuche vor dem regulären Betrieb mit Kalkschlämme oder Kleister vorspülen. Bitte unbedingt die Richtlinien des Maschinenherstellers beachten!

Elektro-Anschluss:
Jeweils 400 V Drehstrom/16 A (Bau­stromverteiler mit FI-Schutzschalter)

Wasser-Anschluss:
Schlauch 3/4˝mit GEKA, erforderlicher Wasserdruck bei laufender Maschine mindestens 2,5 bar.

Wasserdurchfluss:
K20: ca. 280 l/h
Die gewünschte Konsistenz ist am Feinregulierventil der Wasserarmatur ein­zustellen.

Förderschläuche:
Anfangsschläuche, Innen-Ø 35 mm, je 13,3 m
Endschlauch, Innen-Ø 25 mm, 10,0 m

Förderweite:
Maximale Förderweite ca. 50 m (objekt­bezogen und temperaturabhängig zu optimieren).

Spritzgerät:
Berö Integra Kombi Düsendurchmesser: 8 mm

Kompressor:
V-Meko 400

Förderschläuche vor dem regulären Betrieb mit Kalkschlämme oder Kleister vorspülen.

Hinweis:
Der Wasserbedarf ist ggf. zu variieren. Speziell bei eingefärbten Putzen kann der Bedarf etwas schwanken. Immer die gleiche Wasser­menge verwenden, da sich sonst Unter­schiede in Struktur und Farb­ton ergeben können.

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Dieses mineralische Pulverprodukt re­agiert alkalisch. Reizt die Haut. Gefahr ernster Augenschäden.
Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Staub nicht einatmen.
Berührung mit den Augen und der Haut vermeiden. Bei Be­rührung mit den Augen sofort gründlich mit Wasser abspülen und den Arzt kon­sultieren.
Bei der Arbeit geeignete Schutz­handschuhe und Schutzbrille/Gesichts­schutz tragen.
Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und Ver­packung oder Etikett vorzeigen.

Entsorgung

Nur restentleerten Sack (rieselfrei) zum Recycling geben. Ausgehärtete Material­reste als gemischte Bau- und Abbruch­abfälle entsorgen.

Sicherheitsbezogene Daten / Gefahren- und Transportkennzeichnung

Siehe Sicherheitsdatenblatt.

KundenServiceCenter

Tel.: 043 399 42 22

Fax: 043 399 42 23

E-Mail: info@caparol.ch

Technische Information

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