Capatect ArmaReno Sockel

Zum Erstellen von feinkörnigen, gefilzten Oberflächen

Verwendungszweck

Hochwertiger „Allround-Mörtel", für den Sockelbereich einsetzbar:
Als Armierungsmasse (Grundputz) für Capatect-WDVS.
Als Renoviermörtel zum Überarbeiten von alten, tragfähigen Putzflächen.
Erstellen von feinkörnigen, gefilzten Oberflächen.

Eigenschaften

  • Mörtelgruppe PIII nach DIN V 18550 / DIN EN 998-1; Festigkeitsklasse CS III nach DIN EN 998-1
  • Brandverhalten „nichtbrennbar" bzw. „schwerentflammbar" entsprechend dem Aufbau des jeweiligen WDV-Systems
  • witterungsbeständig
  • wasserabweisend
  • hoch wasserdampfdurchlässig
  • spannungsarm durch Faser­zu­satz
  • leichtgängige Verarbeitung, manuell oder maschinell
  • gutes Standvermögen
  • umweltfreundlich
  • Vergütungszusätze zur Hydrophobierung, geschmeidigen Verarbeitung und zur ­guten Haftung

Verpackung/Gebindegrößen

25 kg Sack

Farbtöne

Weiss

Lagerung

Kühl, trocken und frostfrei. Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.

Diffusionsäquivalente Luftschichtdicke sdH2O

ca. 0,09 m nach SN EN 1062, Klasse V2 (mittel) – bei 3–4 mm Schicht­dicke

Wasserdurchlässigkeit (w-Wert)

≤ 0,1 kg/(m2 · h0,5) nach SN EN 1062 – Klasse W3 (niedrig)

Untergrundvorbereitung

Allgemeine Hinweise:
Der Untergrund muss eben, sauber, trocken, fest, trag­fähig und frei von trennenden bzw. haft­min­dern­den Rückständen oder Substanzen sein.
Fensterbänke und Anbauteile ab­kleben. Glas, Keramik, Klinker, Naturstein, lackierte und eloxierte Flächen sorgfältig abdecken.

Armierungsschicht:
Eventuell vorhandene Versätze an den Stössen von Polystyrol-Dämmplatten planeben abschleifen. Schleif­staub restlos entfernen.

Renoviermörtel:
Mineralische Untergründe (Putz der Mörtel­gruppe PII oder PIII) nötigenfalls reinigen, um eine tragfähige Oberfläche zu erzielen.
Mineralische Untergründe (Putz der Mörtelgruppe PII oder PIII) mit leicht sandender Oberfläche reinigen und ­grun­dieren mit Sylitol-Konzentrat 111.
Altanstriche, festhaftend und nicht kreidend, z. B. mittels Hochdruck­wasser­strahlen reinigen.
Altanstriche, festhaftend mit leicht kreidender Oberfläche, z. B. mittels Hoch­­­druckwasserstrahlen reinigen und grun­dieren mit Sylitol-Konzentrat 111.
Altanstriche, nicht tragfähig oder ab­blätternd, sind zu entfernen.
Flächen mit Putzrissen können nur dann sicher überarbeitet werden, wenn keine Riss­bewegungen mehr zu erwarten sind.

Verbrauch

Armierungsschicht:
Ca. 1,3–1,5 kg/m2 pro mm Schichtdicke
Renoviermörtel:
Ca. 1,3–1,5 kg/m2 pro mm Schichtdicke
Oberputz gefilzt:
Ca. 4,0–4,5 kg/m2 bei 3 mm Schichtdicke

Bei diesen Verbrauchsangaben handelt es sich um Richtwerte; objektabhängige oder verarbeitungsbedingte Abweichungen sind zu berücksichtigen. Exakte Werte sind sind durch Arbeitsproben am jeweiligen Objekt zu ermitteln.

Verarbeitungsbedingungen

Verarbeitungstemperatur:
Während der Verarbeitung und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5 °C absinken und über +30 °C liegen.
Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei Wind, Nebel oder hoher Luft­feuchtig­keit verarbeiten.

Trocknung/Trockenzeit

Bei 20° C und 65 % relativer Luftfeuchtig­keit ist die Putzbeschichtung nach 24 Stunden ober­flächentrocken.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch mit Wasser.

Ansetzen des Materials

Capatect ArmaReno Sockel kann mit allen gängigen Durchlaufmischern ver­arbeitet, aber auch manuell mit einem kräftigen, langsam laufenden Rührwerk mit saube­rem, kaltem Wasser zu einer klum­pen­freien Masse angeteigt werden.

Das angeteigte Material ca. 5 Minuten ­reifen lassen und nochmals kurz durch­rühren. Falls erforder­lich ist die Konsis­tenz nach dieser Reifezeit mit etwas Wasser nachzustellen. Wasserbedarf ca. 4,5–5,5 l je 25 kg-Sack.
Nicht mehr Material anmischen, als in 1,5 Stunden verarbeitet werden kann. Bereits ange­steiftes Material keinesfalls mit Wasser wieder gangbar machen.

Beispiel für Maschinenausrüstung

Durchlaufmischer Berö Calypso 15 mit Standard-Dosier- bzw. Mischwelle.

Armierungsschicht

Nach dem Anbringen des Kantenschutzes an Fensterleibungen und Kanten, sowie der Diagonalarmierung an den Ecken von Fassadenöffnungen ist der Capatet ArmaReno Sockel jeweils in Breite der Gewebe­bahnen auf­zutragen und das Capatect Gewebe 650 mit mind. 10 cm Überlappung einzu­drücken. Nachfolgend nass in nass überspachteln, so dass eine ­vollflächige Abdeckung des Gewebes sichergestellt ist. Die Armierungsschicht ist in gleich­mässiger Schichtdicke herzustellen. Das Gewebe muss mittig, bzw. im oberen Drittel der Schicht angeordnet werden. Die Schicht­dicke kann wahlweise bestimmt werden:
auf Polystyrol-Dämmplatten: 3–5 mm
auf Mineralwolle-Dämmplatten: 4–5 mm

Renoviermörtel

Je nach Objektgegeben­heiten kann Capatect ArmaReno Sockel verwendet werden zum:
- Beiarbeiten partieller Fehlstellen
- Abspachteln und Einebnen alter Struktur­putze
- ganzflächigen Überarbeiten renovierungs­­bedürftiger Putz- oder Mauer­werks­­flächen
- im Sockelbereich. Hierbei wird eine Gewebe­einlage empfohlen.

Oberputz


Je nach Saugfähigkeit des Untergrundes und den Witterungs­bedingungen bei der Verarbeitung, ist ggf. eine Grundierung mit Sylitol-Konzen­trat 111 vorzu­nehmen. Zur Herstellung eines gefilzten Ober­putzes ist Capatect ArmaReno Sockel auf den ­vorhandenen Untergrund in ca. 2–3 mm Dicke aufzuziehen.
Im Ansteifungsprozess des Mörtels kann die Ober­fläche mit einer nassen Filz- oder Schwamm­scheibe überarbeitet werden.

Hinweis:

Soll ein Wärmedämm-Ver­bund­system mit Mineralwolleplatten (Capatect MW-Fassaden­dämmplatte 034 149 EXTRA, Capatect MW-Fassadendämmplatte 035 Flumroc COMPACT) oder elastifizierten Polystyrolplatten (Capatect Dalmatiner-Fassadendämmplatte 030, Capatect Dalmatiner-Fassadendämmplatte 031) mit einer gefilzten Oberfläche erstellt werden, muss neben der Armierungs­­schicht auch der Oberputz armiert werden. Als Ober­putz zunächst 2–3 mm Capatect ArmaReno Sockel ­aufziehen und das Capatect Gewebe 650 ein­drücken. Nach Verfestigung dieser Schicht nochmals ca. 2 mm Capatect ArmaReno Sockel auf­ziehen und im Ansteifungsprozess filzen.
Es ist unbedingt zu beachten, dass bei gefilzten Flächen infolge oberflächiger Bindemittelanreicherung (Sinterschicht) eine feine Schwundrissbildung nie gänzlich ausgeschlossen werden kann. Dies stellt keinen zu beanstandenden Mangel dar.

Neue Putze sind nach ausreichender Stand­­zeit, in der Regel nach 2 Wochen, bei ca. 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit, beschichtbar. Bei ungünstigeren Wetterbedingungen, z. B. beeinflusst durch Wind oder Regen, müssen deutlich längere Standzeiten eingehalten werden. Durch eine zusätzliche Grund­beschichtung mit CapaGrund Universal vermindert sich das Risiko von Aus­blüh­ungen, so dass bereits nach einer Standzeit von 7 Tagen die Schlussbeschichtung mit 2 Anstrichen ThermoSan NQG oder AmphiSilan NQG erfolgen kann.

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Dieses mineralische Pulverprodukt reagiert alkalisch.
Reizt die Haut. Gefahr ernster Augenschäden.
Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
Staub nicht einatmen. Berührung mit den Augen und der Haut vermeiden. Bei Be­rührung mit den Augen sofort gründlich mit Wasser abspülen und den Arzt konsultieren.
Bei der Arbeit geeignete Schutzhandschuhe und Schutzbrille/Gesichtsschutz tragen.
Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat ein­holen und Verpackung oder Etikett vor­zeigen.

Entsorgung

Nur restentleerten Sack (rieselfrei) zum Recycling geben. Ausgehärtete Material­reste als gemischte Bau- und Abbruch­abfälle entsorgen.

Sicherheitsbezogene Daten / Gefahren- und Transportkennzeichnung

Gefahrensymbol: Xi – Reizend, enthält: Zement
Siehe auch Sicherheitsdatenblatt.

Nähere Angaben

Technische Beratung

Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden.

Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Aussendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.

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