ThermoSan NQG

Neuartige Siliconharz-Bindemittelkombination mit integrierter Nano-Quarz-Gitter Struktur für saubere, schnell abtrocknende Fassaden. ThermoSan NQG ist gegen Algen- und Pilzbefall geschützt.

  • Verwendungszweck

    Die Farbe mit dem entscheidenden Vorteil: Organisch vernetzte Nano-Quarz-Strukturen bilden ein dichtes, mineralisch hartes drei­dimensionales Quarz-Netzwerk gegen den Schmutz und halten somit Fassaden länger sauber.

    Durch die spezielle Siliconharz-Binde­mittelkombination entstehen regen­abweisende, hoch wasserdampfdurch­lässige Fassadenanstriche, die eine schnelle Rücktrocknung nach Niederschlag und Taufeuchte gewährleisten. Einsetzbar auf mine­ra­lischen und dispersionsgebundenen Putzen, beschich­tet oder unbeschichtet. ThermoSan NQG ist auf gängigen WDVS-Oberflächenbeschich­tun­gen wie Kunst­harz-, Siliconharz-, Kalk- und Kalk-Zementputzen geeignet.

    Eigenschaften

    • filmkonserviert geschützt vor Algen- und Pilzbefall (verkapselter Filmschutz)
    • alkaliresistent, daher unverseifbar
    • hoch CO2-durchlässig
    • nicht filmbildend, mikroporös
    • verschlämmt feine putztechnische Risse
    • enthält spezielle photokatalytisch wirkende Pigmente
    • reduziert bei mechanischer Belastung sichtbare Spuren auf dunklen Farbtönen

    Materialbasis

    Kombination aus Siliconharz-Emulsion und neuartigem Hybrid-Bindemittel auf anorga­nisch/organischer Basis.

    Verpackung/Gebindegrößen

    • Standardware:
      12,5 l
    • ColorExpress:
      7,5 l, 12,5 l

    Farbtöne

    Weiss

    ThermoSan ist im ColorExpress-System maschinell nach allen gängigen Farbton­kollek­tionen begrenzt abtönbar. Um evtl. Abtönfehler zu erkennen, bitte vor Verarbeitung auf Farbtonexaktheit überpürfen. Auf zusammenhängenden Flächen nur Farbtöne einer Anfertigung (Charge) verwenden.ThermoSan NQG ist zudem mit geeigneten AmphiColor-Volltonfarben und einer Zugabemenge von maximal 20 % abtönbar. Bei Selbstabtönung benötigte Gesamt­menge untereinander vermischen um Farbtonunter­schiede zu vermeiden.

    Brillante, intensive Farbtöne weisen unter Umständen ein geringeres Deckvermögen auf. Es empfiehlt sich deshalb bei diesen Farbtönen einen vergleichbaren, deckenden, auf Weiss basierenden, pastelligen Farbton vorzustreichen. Evtl. kann ein zweiter Deck­anstrich erforderlich werden.

    Farbtonbeständigkeit gemäss BFS-Merkblatt Nr. 26:

    Klasse: A
    Gruppe: 1

    Glanzgrad

    Matt G3

    Lagerung

    Kühl, aber frostfrei.

    Technische Daten

    Kenndaten nach SN EN 1062:

    Maximale Korngröße

    < 100 µm, S1

    Dichte

    ca. 1,5 g/cm3

    Trockenschichtdicke

    100–200 µm, E3

    Wasserdurch­lässig­keits­rate

    (w-Wert): < 0,1 [kg/(m2 · h0,5)] (niedrig), W3

    Wasserdampf­durch­lässig­keit (sd-Wert)

    (sd-Wert): < 0,14 m (hoch), V1

    Geeignete Untergründe

    Die Untergründe müssen frei von Ver­schmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein.

    Die entsprechenden SIA-Normen, SMGV-Merkblätter sowie BFS-Merkblätter sind zu beachten.

    Untergrundvorbereitung

    Dazu ist das SMGV-Merkblatt "Renovation von verputzten Aussenwärmedämmungen" zu beachten. 

    Neue und bestehende, intakte Wärme­dämm-Verbundsysteme mit Oberflächen aus Dispersions-, Siliconharz-, Kalk- (PIc), Kalk-Zementputz (PII)/Mindestdruckfestigkeit nach DIN EN 998-1 mit mind. 1N/mm2:
    Altputze mit geeigneter Methode nass reinigen. 
    Bei Reinigung mit Druckwasserstrahlen mit einer max. Temperatur von 60 °C und einem Druck von max. 60 bar. Dazu ist das SMGV-Merkblatt "Renovation von verputzten Aussenwärmedämmungen" zu beachten. 
    Nach der Reinigung ausreichende Trockenzeit einhalten. Beschich­tung mit ThermoSan NQG entsprechend der vorhandenen Oberputzart nach den nach­folgenden Untergrundangaben ausführen.

    Putze der Mörtelgruppen PIc, PII und PIII/Mindestdruckfestigkeit nach DIN EN 998-1 mit mind. 1N/mm2:
    Neue Putze sind nach ausreichender Standzeit, in der Regel nach 2 Wochen, bei ca. 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit, mit einem Zusatz von 5 % AmphiSilan-Tiefgrund beschicht­bar. 
    Bei ungünstigeren Wetterbedingungen, z.B. be­einflusst durch Wind oder Regen, müssen deutlich längere Standzeiten eingehalten werden. Durch eine zusätzliche Grundbeschichtung mit CapaGrund Universal vermindert sich das Risiko von Kalkausblühungen bei alkalischen Oberputzen der Putzgruppen P Ic, P II bzw. P III, so dass bereits nach einer Standzeit von 7 Tagen beschichtet werden kann.

    Alte Putze:
    Nachputzstellen müssen gut abge­bunden und ausgetrocknet sein. Normal saugende Putze direkt mit ThermoSan NQG, mit einem Zusatz von max. 5 % AmphiSilan-Tiefgrund beschich­ten. Auf grob porösen, saugenden, leicht sandenden Putzen ein Grund­anstrich mit AmphiSilan-Tief­grund. Auf stark sandenden, mehlenden Putzen ein Grundanstrich mit AmphiSilan-Putzfestiger.

    Neue Silikat-Oberputze:
    Mit Sylitol® NQG-W Fassadenfarbe beschichten.

    Alte Silikat-Farben und -Putze:

    Festhaftende Beschichtungen mechanisch oder durch Druckwasserstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen. Nicht festhaftende, verwitterte Beschichtungen durch Abschaben, Abschleifen, Abkratzen entfernen. Ein Grundanstrich mit AmphiSilan-Putzfestiger.

    Faserzementplatten mit und ohne Asbestfasern:
    BFS-Merkblatt Nr. 14 beachten. Bei asbestfaserhaltigen Platten TRGS 519 einhalten. Grundbeschichtung entsprechend unserer Technischen Information Nr. 650 "Untergründe und deren Vorbehandlung". Freiverbaute Platten einschliesslich der Rück­seite und der Kanten behandeln. Bei neuen, stark alkalischen Faserzement­platten zur Vermeidung von Kalkaus­­blühungen ein Grundanstrich mit Disbon 481 EP-Uniprimer aus­zuführen. ThermoSan NQG beim Zwischenanstrich mit 5 % AmphiSilan-Tiefgrund verdünnen.

    Zementgebundene Holzspanplatten:
    Aufgrund der hohen Alkalität zementgebun­dener Holzspanplatten muss zur Vermeidung von Kalk­ausblühungen eine Grundierung mit Disbon 481 EP-Uniprimer ausgeführt werden und ThermoSan NQG beim Zwischenanstrich mit 5 % AmphiSilan-Tiefgrund verdünnt werden.

    Tragfähige Dispersionsputz- oder Siliconharzputz-Beschichtun­gen:
    Alte Putze mit geeigneter Methode reinigen. Bei Nassreinigung die Flächen vor der Weiter­­behand­lung gut durchtrocknen lassen.

    Tragfähige Dispersions­farben-Beschichtungen:
    Verschmutzte, kreidende Altanstriche durch Druck­­wasserstrahlen unter Beachtung der ­gesetzlichen Vorschriften reinigen. Ein Grund­anstrich mit ThermoSan NQG unter Zusatz von 5 % AmphiSilan-Tief­grund. Bei anderer Reini­gungs­art (ab­­waschen, ab­bürsten, abspritzen) ein Grund­anstrich mit AmphiSilan-Putzfestiger.

    Nicht tragfähige Dispersionsfarben- oder Dispersionsputz-Beschichtungen:
    Restlos entfernen mit geeigneter Methode, z.B. mechanisch oder durch Abbeizen und ­Nach­reinigen durch Druckwasser­strahlen unter Beach­tung der gesetzlichen Vor­­­schriften. 
    Grundanstrich mit ThermoSan NQG unter Zusatz von 5 % AmphiSilan-Tiefgrund, bei mehlenden, sandenden, saugenden Flächen ein Grund­anstrich mit AmphiSilan-Putz­festi­ger.

    Nicht tragfähige, mineralische Anstriche:
    Restlos entfernen durch Abschleifen, Ab­­­bür­sten, Abschaben, Druckwasserstrahlen unter Beach­tung der gesetzlichen Vorschriften oder andere geeig­nete Massnahmen. 
    Bei Nass­­reini­gung die Flächen vor der Weiter­be­hand­lung gut durch­trocknen lassen. Grund­anstrich mit AmphiSilan-Putzfestiger.

    Ziegel-Sichtmauerwerk:
    Nur frostbeständige Vormauersteine oder Klinker ohne Fremdeinschlüsse für Anstriche geeignet. Das Mauerwerk muss rissefrei ve­r­fugt, trocken und salzfrei sein. Ein Grund­­an­strich mit AmphiSilan-Putzfestiger. Bei Braun­ver­fär­bungen im Zwischen­anstrich mit der wasser­freien Fassadenfarbe Duparol weiter­arbeiten.

    Kalksandstein-Mauerwerk:
    Nur frostbeständige Vormauersteine, die keine ­treibenden oder verfärbenden Fremd­ein­schlüs­se wie Sand oder Lehm beinhalten, sind an­strich­tauglich. Die Verfugung muss riss­frei aus­ge­führt sein. Kreidende/mehlende Oberflächen reini­gen. Salzausblühungen trocken ab­bürs­ten. 
    BFS-Merkblatt Nr. 2 beachten. Grund­beschich­tung mit AmphiSilan-Tiefgrund

    Flächen mit Salzausblühungen:
    Salzausblühungen trocken durch Abbürsten ­ent­fernen. Ein Grundanstrich mit Dupa-grund. 
    Beim Beschichten von Flächen mit Salz­aus­blühungen kann für die dauerhafte Haftung der Beschichtung bzw. die Unterbindung der Salz­ausblühungen keine Gewähr über­nommen ­werden.

    Fehlstellen:
    Fehlstellen bis 20 mm sind vorzugsweise mit Histolith-Reno­vier­spachtel zu reparieren. Spachtel­stellen nach­grundieren. Techn. Informationen beachten.

    Auftragsverfahren

    Zu verarbeiten mit Pinsel oder Rolle. Arbeits­geräte nach dem Gebrauch mit Wasser ­reinigen.

    Beschichtungsaufbau

    Grund- bzw. Zwischenbeschichtung
    Mit ThermoSan NQG mit max. 5 % Wasser ver­dünn­t. Durch Bei­mischung von max. 5 % AmphiSilan-Tiefgrund LF kann in den meisten Fällen auf eine zusätz­liche Grund­be­schich­tung verzichtet werden.

    Schlussbeschichtung

    Mit ThermoSan NQG mit max. 5 % Wasser ver­dünnt. Zwischen den An­strichen ist eine Trocken­zeit von mind. 12 Std. einzu­halten.

    Verbrauch

    Ca. 150–200 ml/m2pro Arbeitsgang auf glattem Untergrund. Auf rauen Flächen ist der exakte Verbrauch durch Probebeschichtung zu ermitteln.

    Um einen bestmöglichen Schutz vor Algen- und Pilzbefall zu erzielen ist es notwendig einen zweimaligen Anstrich mit insgesamt mind. 400ml/m² auszuführen, um auf eine Schichtdicke im Mittel von mind. 200 µm zu kommen. Jeder weitere Anstrich erhöht, bei einem Verbrauch von mind. 200ml/m² pro Anstrich, die Schichtdicke um weitere ca. 100 µm. Auf rauen Flächen sind die Verbräuche entsprechend höher.

    Verarbeitungsbedingungen

    Untere Temperaturgrenze bei der Verarbeitung und Trocknung:
    +5 °C für Untergrund und Umluft.

    Trocknung/Trockenzeit

    Bei +20 °C und 65 % rel. Luftfeuchte nach 2–3 Std. oberflächentrocken, nach 12 Std. über­streichbar. Durchgetrocknet und belastbar nach ca. 3 Tagen. Bei niedrigerer Temperatur und höherer Luft­feuchte verlängern sich diese Zeiten.

    Hinweis

    Bei der Anstrichausführung auf WDVS bitte das BFS-Merkblatt Nr. 21 beachten. Zur Ver­meidung von Ansätzen grö­ssere Flächen nass-in-nass in einem Zug beschich­ten. Nicht auf waagerechten Flächen mit Wasser­­­belastung ein­setzen. Nur intakte WDVS können mit an­strich­tech­nischen Mitteln über­arbeitet werden.
    Bei nicht intakten Flächen verweisen wir auf das Capatect-Renovie­rungs­­­system für WDVS. Auf WDVS mit Polystyrol-Dämmung dürfen ­keine lösemittelhaltigen Grund­beschich­­tungs­stoffe, ausgenommen AmphiSilan-Putz­festiger, ­einge­setzt wer­den.

    Bei Ausführung von farbigen Anstrichen muss der Hellbezugswert > 20 sein. Bei ThermoSan handelt es sich um ein Pro­dukt, das mit ­speziellen Wirkstoffen gegen Pilz- und Algen­bildung auf der Beschichtung aus­ge­­stattet ist. Dieses Depot an Wirkstoffen bietet einen ­lang­­anhaltenden, zeitlich begrenz­ten Schutz, dessen Wirksamkeitsdauer von Objekt­be­din­gungen, wie z.B. der Stärke des Befalls und der Feuchte­belastung, abhängt. Deshalb ist ein dauerhaftes Verhindern von Pilz- und Algen­bewuchs nicht möglich.
    Zur Untergrund­vor­be­handlung bei algen- und pilzbefallenen Flächen kann nach erfolgter Reinigung FungiGrund anstatt OptiGrund E.L.F. eingesetzt werden. Bei dunklen Farbtönen kann eine mecha­ni­sche Beanspruchung zu hellen Streifen (Schreib­effekt) führen. Dieses ist eine produkt­spezifische Eigenschaft aller matten Fassaden­farben. 

    Bei dichten, kühlen Untergründen oder bei witte­rungsbedingter Trocknungsverzögerung können durch Feuchtebelastung (Regen, Tau, Nebel) Hilfs­stoffe an der Oberfläche der Beschichtung gelb­lich/transparente, leicht glänzende und ­klebrige Ablaufspuren entstehen. Diese Hilfsstoffe sind wasserlöslich und werden mit ausreichend Wasser z.B. nach mehrmaligen stärkeren Regen­fällen selbständig entfernt. Die Qualität der getrockneten Beschichtung wird dadurch nicht nachteilig beeinflusst. Sollte trotzdem eine direkte Überarbeitung erfolgen, so sind die Läufer/Hilfsstoffe vorzunässen und nach kurzer Einwirkzeit restlos abzuwaschen. Eine zusätzliche Grundierung mit CapaGrund Universal ist auszu­führen. Bei Ausführung der Beschichtung unter geeigneten klimatischen Bedingungen treten diese Ablaufspuren nicht auf.

    Abzeichnungen von Ausbesserungen in der Fläche hängen von vielen Faktoren ab und sind daher unvermeidbar (BFS-Merkblatt Nr. 25).

    Gutachten

    • ThermoSan Wasserdurchlässigkeit
    • ThermoSan Pilz- und Algenbefall
    • ThermoSan Wirksamkeit der Filmkonservierung

    Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

    Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. Für Kinder unzugänglich aufbewahren. Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder Etikett vorzeigen, da die Darmflora gestört werden kann. Reste nicht in die Kanalisation/Gewässer oder ins Erdreich gelangen lassen. Nur im Streich- oder Rollauftrag verarbeiten. Bei Schleifarbeiten Staubfilter P2 verwenden.

    Entsorgung

    Nur restentleertes Gebinde zum Recycling geben. Flüssige Materialreste können als Abfälle von Farben auf Wasserbasis, einge­trocknete Materialreste als ausgehärtete Farben oder als Hausmüll entsorgt werden.

    EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt

    dieses Produktes (Kat. A/c): 40 g/l (2010). Dieses Produkt enthält max. 20 g/l VOC.

    Deklaration der Inhaltsstoffe

    Hybrid-Bindemittel (Organo-Silikat/Acrylat), Siliconharz, Titandioxid, Silikate, Calcium­carbonat, Wasser, Filmbildehilfsmittel, Additive, Konservierungsmittel, Filmkonser­vierer

    Nähere Angaben

    Siehe Sicherheitsdatenblatt.

    Technischer Beratungsservice

    Tel.: 043 399 42 22
    Fax:  043 399 42 23
    E-Mail: info@caparol.ch