AmphiSilan Fassadenputz

Verarbeitungsfertige, silikonharzgebundene Oberputze. Einsetzbar als Endbeschichtung für: Capatect-WDV-System B, Capatect-VHF-System B sowie für Beton unbeschichtet, Unterputze der Mörtelgruppen PII + PIII nach DIN 18 550, matte und tragfähige Disoersionsfarben-Beschichtungen, tragfähige Silikatbeschichtungen.
  • Verwendungszweck

    Verarbeitungsfertige, strukturierbare Siliconharzputze. Einsetzbar als Endbeschichtung für:
    - Capatect-WDV-System
    - Capatect-VHF-System
    - Beton, unbeschichtet
    - Unter­putze der Mörtelgruppen PII + PIII nach DIN V 18550
    - matte, tragfähige Dispersionsfarben-Beschichtungen
    - tragfähige Silikatbeschichtungen

    Ungeeignet sind Untergründe mit Salz­aus­blühungen, sowie Untergründe aus Kunst­stoff oder Holz.

    Eigenschaften

    • Brandverhalten "schwerentflammbar"
    • hoch wasserdampfdurchlässig
    • witterungsbeständig, wasserabweisend
    • geschmeidige Verarbeitung
    • umweltfreundlich, geruchsarm
    • Bindemittelbasis Siliconharz
    • abgestufte lichtbeständige Pigment-Füllstoff-Granulat-Kombination
    • wasserverdünnbar
    • AmphiSilan-Fassadenputz ist mit einer Konservierung gegen Befall und Schä­digung durch Pilze und Algen ausgestattet.

    Verpackung/Gebindegrößen

    25 kg Eimer

    Farbtöne

    Weiss

    Werkseitige Einfärbung gemäss der Farbtonkarte CaparolColor oder dem Caparol 3D System ist möglich.
    Für maschinelle Einfärbung mit Dosier­anlagen von ColorExpress geeignet.

    Weitere Sondertöne mit Hellbezugswert > 20 auf Anfrage (Hellbezugswert < 20 ist nicht geeignet für WDVS).
    Abtönung von Kleinmengen ist durch Zugabe von CaparolColor Vollton- und Abtönfarben (ehem. Alpinacolor) oder Amphibolin Vollton- und Abtönfarben möglich. Dabei keinesfalls mehr als 2 % Farbe zusetzen, da sonst die Konsistenz zu dünnflüssig wird.

    Glanzgrad

    Matt

    Lagerung

    Kühl, trocken und frostfrei.
    Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen.

    Diffusionsäquivalente Luftschichtdicke sdH2O

    auf Capatect Klebe- und Spachtel­masse 190: max. 0,4 m nach SN EN 7783-2

    Wasseraufnahmekoeffizient

    w < 0,2 kg/(m2 · h0,5) nach SN EN 1062

    Konsistenz

    pastös

    Produkt-Nr.

    Produkt-Nr. Struktur Körnung
    (mm)
    ca. Verbrauch
    (kg/m2)
    AmphiSilan-Fassadenputz R20 Kratzputz-Struktur 2,0 3,1
    AmphiSilan-Fassadenputz R30 Kratzputz-Struktur 3,0 3,5
    AmphiSilan-Fassadenputz K15 Vollabrieb-Struktur 1,5 2,7
    AmphiSilan-Fassadenputz K20 Vollabrieb-Struktur 2,0 3,6
    AmphiSilan-Fassadenputz K30 Vollabrieb-Struktur 3,0 4,4

    Bei den Verbrauchsangaben handelt es sich um Richtwerte ohne Schütt- und Schwund­­verlust. Objektabhängige oder verarbeitungsbedingte Abweichungen sind zu berücksichtigen.

    Untergrundvorbereitung

    Der Untergrund muss eben, sauber, trocken, fest, tragfähig und frei von tren­nenden Substanzen sein.

    Nicht tragfähige Lack-, Dispersionsfarben- oder Kunstharzputzbeschichtungen, sowie nicht tragfähige mineralische Anstriche sind restlos zu entfernen.
    Festhaftende Anstriche trocken oder nass reinigen.

    Schimmel-, moos- oder algenbefallene Flächen mittels Druckwasserstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen. Mit Capatox durch­waschen und die Flächen gut trocknen lassen. Durch Industrieabgase oder Russ verschmutzte Flächen mittels Druckwasserstrahlen mit Zusatz geeigneter Reinigungs­mittel und unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen.

    Auftragsverfahren

    Den Putz mit einer Edelstahlkelle voll­flächig auftragen und auf Körnung ab­ziehen. Unmittelbar danach mit einer Kunststoff­traufel oder mit einem PU-Brett die Kratz­putze gleichmässig rund ab­schei­ben, die Reibeputze wahlweise waagrecht, senk­recht oder rund strukturieren.

    Die Wahl des Werkzeuges beeinflusst das Rauhigkeitsprofil der Oberfläche, deshalb stets mit gleichen Strukturscheiben arbeiten. Beim Spritzauftrag ist die zu wählende Düse abhängig von der Korngrösse. Der Arbeitsdruck sollte 0,3–0,4 MPa (3–4 bar) betragen.

    Beim Spritzauftrag ist besonders sorgfältig darauf zu achten, dass ein ­gleichmässiger Materialauftrag erfolgt und Überlappungen an den Gerüstlagen vermieden werden. Zur Erzielung einer gleichmässigen Struktur sollten zusammenhängende Flächen stets vom gleichen Handwerker ausgeführt werden, um Struktur-Abweichungen durch unterschiedliche „Handschriften" zu ver­meiden.
    Zur Vermeidung von Ansätzen ist eine genügende Anzahl von Mitarbeitern auf jeder Gerüstlage einzusetzen und nass in nass zügig durchzuarbeiten.

    Durch die Verwendung von natürlichen Zuschlagstoffen sind geringe Farbtonschwankungen möglich. Deshalb auf zu­sammenhängenden Flächen nur Material gleicher Produktionsnummern verarbeiten oder Material unterschiedlicher Produk­tionsnummern vorher untereinander mischen.
    AmphiSilan-Fassadenputze sind nicht geeignet für waagrechte Flächen mit Wasserbelastung.

    Beschichtungsaufbau

    Der als Grund- oder Zwischenbeschichtung einzusetzende Putzgrund 610 ist bei nachfolgender Verar­bei­tung von ein­ge­färbtem Putz im Putzfarb­ton abzutönen. Grund- bzw. Zwischenanstriche müssen vor der weiteren Überarbeitung trocken sein.

    Capatect-WDVS und Capatect-VHF-System
    Neue mineralische Armie­rungs­massen:
    Mit Putzgrund 610 grundieren.

    Neue zementfreie Armierungsmasse:

    Keine Grundierung erforderlich.
    Durch längere Standzeit (z. B. Über­winterung) angewitterte Armierungs­schich­ten mit Putzgrund 610 grundieren.

    Putze der Mörtelgruppen PII u. PIII
    Neue Putze sind nach ausreichender Standzeit, in der Regel nach 2 Wochen, bei ca. 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtig­keit, beschichtbar. Bei ungünstigeren Wetterbedingungen, z. B. beeinflusst durch Wind oder Regen, müssen deutlich längere Standzeiten ein­gehalten werden. Durch eine zusätzliche Grundbeschich­tung mit CapaGrund Universal vermindert sich das Risiko von Kalkausblühungen, so dass bereits nach einer Standzeit von 7 Tagen der Oberputz beschichtet werden kann.

    Alte Putze:
    Nachputzstellen müssen gut abgebunden und ausgetrocknet sein. Auf grob porösen, saugenden, leicht sandenden Putzen ein Grundanstrich mit OptiGrund E.L.F. Zwischenanstrich mit Putzgrund 610. Auf stark sandenden, mehlenden Putzen ein Grundanstrich mit Dupa-grund. Zwischenanstrich mit Putzgrund 610.

    Beton:
    Betonflächen mit Schmutzablagerungen oder Mehlkornschicht mechanisch oder durch Druckwasserstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen. Auf grob porösen, leicht sandenden bzw. saugenden Flächen ein Grund­anstrich mit OptiGrund E.L.F. Auf mehlenden Flächen ein Grundanstrich mit Dupa-grund. Zwischenanstrich mit Putzgrund 610.

    Tragfähige, matte Dispersionsfarben-Beschichtungen:
    Matte, schwach saugende Beschich­tun­gen direkt überarbeiten. Verschmutzte, kreidende Altanstriche durch Druckwasserstrahlen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften reinigen. Bei anderer Reinigungsart (abwaschen, abbürsten, abspritzen), ein Grundanstrich mit Dupa-grund. Zwischenanstrich mit Putzgrund 610.

    Tragfähige Silikat-Farben:
    Mit Sylitol- oder AmphiSilan-Werkstoffen beschichten.

    Rissige Putz- oder Betonflächen:
    Mit Cap-elast beschichten.

    Verarbeitungsbedingungen

    Während der Verarbeitung und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter + 5 °C absinken und über + 30 °C liegen. Nicht unter direkter Sonneneinwirkung, bei Wind, Nebel oder hoher Luftfeuchtigkeit verarbeiten.

    Trocknung/Trockenzeit

    Bei 20 °C und 65 % relativer Luftfeuchtig­keit ist der Putz nach 24 Stunden ober­flächentrocken. Durchgetrocknet, belast­bar und überstreichbar nach 2–3 Tagen.

    Der Putz trocknet physikalisch, durch Verdunstung der Feuchtigkeit. Besonders in der kühlen Jahreszeit und bei hoher Luft­feuchtigkeit ist deshalb eine ver­zögerte Trocknung gegeben. Zum Schutz vor Regeneinwirkung während der Trocknungsphase das Gerüst gegebenenfalls mit Planen abhängen.

    Werkzeugreinigung

    Sofort nach Gebrauch mit Wasser.

    Vorbereiten des Materials

    Gebindeinhalt mit einem langsam laufen­den Rührwerk gründlich aufrühren.
    Erfor­der­lichenfalls zur Konsistenzregulierung mit Wasser verdünnen; beim Handauftrag max. 1 %, beim Spritzauftrag max. 2 %.

    Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

    Schädlich für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben.
    Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Bei Berührung mit den Augen sofort gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren. Bei Berührung mit der Haut sofort abwaschen mit viel Wasser und Seife.
    Nicht in die Kanalisation, Gewässer oder ins Erdreich gelangen lassen. Augen und Haut vor Farbspritzern schützen. Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen, da die Darmflora gestört werden kann. Bei Spritzverarbeitung Spritznebel nicht einatmen.

    Entsorgung

    Nur restentleertes Gebinde zum Recycling geben. Flüssige Materialreste können als Abfälle von Farben auf Wasser­basis, eingetrocknete Material­reste können als ausgehärtete Farben oder als Hausmüll entsorgt werden.

    Sicherheitsbezogene Daten / Gefahren- und Transportkennzeichnung

    Siehe Sicherheitsdatenblatt.

    Siehe auch Technische Informationen:
    Nr. 160 Cap-elast
    Nr. 659 Putzgrund 610
    Nr. 195 Sylitol-Fassadenfarben
    Nr. 145 AmphiSilan
    Nr. 652 Dupa-grund
    Nr. 660 OptiGrund E.L.F

    Sonstige Bemerkungen

    Technische Beratung

    Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden.

    Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Aussendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.

    KundenServiceCenter

    Tel.: 043 399 42 22
    Fax:  043 399 42 23
    E-Mail: info@caparol.ch

    Technische Information

    Sicherheitsdatenblatt