Capatect XPS Perimeterdämmplatte

Wärmedämmplatten nach SN EN 13164 (XPS) aus extrudiertem Polystyrol-Hartschaum, bauaufsichtlich zugelassen zur Perimeterdämmung.

Verwendungszweck

Dämmplatten zur aussenseitigen Wärme­dämmung erdberührender Gebäude­flächen, sowie zur Dämmung von Sockelflächen innerhalb der Capatect-Wärmedämm-Verbundsysteme.

Eigenschaften

  • Brandkennziffer BKZ 5.1 (schwerbrennbar)
  • Partikelschaum, formgeschäumt
  • Allgemeine Bauaufsichtlich zugelassene Dämmplatten für den Perimeterbereich, in den Dicken 20 mm bis 240 mm.
  • schwundfrei
  • formbeständig
  • alterungsbeständig, verrottungsfest
  • diffusionsfähig
  • toxikologisch unbedenklich
  • frei von FCKW, HFCKW, HFKW
  • formaldehydfrei
  • leicht zu bearbeiten
  • Kantenausbildung: stumpf

Farbtöne

Orange, Oberfläche geprägt

Lagerung

Trocken, vor Feuchtigkeit geschützt.
Nicht über längere Zeit ungeschützt UV-Einwirkungen aussetzen

Wärmeleitfähigkeit

λ = 0,035 - 0,036 W/(m·K)

Diffusionswiderstandszahl µ (H2O)

µ = 100/100

Rohdichte

ca. 35 kg/m3

Wasserdurchlässigkeit (w-Wert)

< 2 Vol.-% nach DIN 53434

Geeignete Untergründe

Die Capatect XPS Perimeterdämmplatten dürfen zur Wärmedämmung erdberühren­der Bauteilflächen ausserhalb der Bauwerksabdichtung verwendet werden. Sie sind nicht einsetzbar auf lösemittel­halti­gen Abdichtungsmassen, und nicht geeignet zur Verwendung unter statisch tragenden Bauteilen.

Oberhalb des Erdreichs können sie auf neubaugleichen mineralischen Untergründen, festen Altputzen, tragfähigen Alt­anstrichen oder -beschichtungen aufgebracht werden.

Bei Vor­handensein von bindigen oder geschichte­ten Böden, bei denen Stau- oder Schich­tenwasser auftreten kann, ist eine Dränung nach DIN 4095 vorzusehen.

Untergrundvorbereitung

Voraussetzung für das Anbringen einer Perimeterdämmung ist eine bauseits vor­handene, auf die am Objekt vorherrschen­den Belastungen abgestimmte Feuchtig­keitsabdichtung. Entsprechend den Vor­gaben der DIN 18195 ist die vertikale Feuchtigkeitsabdichtung bis ca. 30 cm über die Erdreichoberkante zu führen.
Hinsichtlich der Ebenheit des Untergrundes ist die SIA 243 einzuhalten.

Auf Verlegeflächen oberhalb der Ab­dich­tung muss Mauerwerk, Beton, Putz oder festhaftender Anstrich sauber, trocken und tragfähig sein. Verunreinigungen und trennend wirkende Substanzen (z. B. Schalöl) sowie vorstehende Mörtelgrate sind zu entfernen.

Schadhafte, blätternde Anstriche und Strukturputze sind weitmöglichst zu entfernen. Putzhohlstellen sind abzuschlagen und flächenbündig beizuputzen. Stark saugende, sandende oder mehlende Oberflächen sind gründlichst bis zur festen Substanz zu reinigen und mit Sylitol-Konzentrat 111 zu grundieren.

Verbrauch

1 m2/m2

Verarbeitungsbedingungen

Während der Verarbeitung und in der Trocknungsphase dürfen die Umgebungs- und Untergrundtemperaturen nicht unter +5° C und über +30° C liegen. Nicht in Verbindung mit aromatischen Lösemitteln bringen.

Kleben der Dämmplatten

Die Dämmplatten-Klebung erfolgt auf bituminösen Abdichtungen mit:
Capatect Klebe- und Dichtungs­masse 114
Capatect SockelFlex

Auf mineralischen Untergründen mit:
Capatect Klebe- und Spachtelmasse 190
Capatect Klebe- und Armierungsmasse 186M
Capatect ArmaReno 700
Capatect Leichtspachtel
Capatect Klebe- und Armierungs­masse 133 Leicht

Im erdberührenden Bereich ist die angeteigte Klebermasse punktförmig (minde­stens 6 Batzen pro Platte) auf die Platten­rückseite aufzutragen.
Im sichtbaren Sockelbereich über dem Gelände erfolgt der Kleberauftrag in der Wulst-Punkt-Methode (am Rand um­laufend ca. 5 cm breite Streifen, platten­mittig 3 handtellergrosse Batzen) auf der Plattenrückseite (Klebekontaktfläche > 40 %).

Die Platten sind mit leicht schiebender Bewegung fest an den Untergrund anzu­drücken, so dass eine satte Klebever­bin­dung zustande kommt. Die Dämmplatten im Verband von unten nach oben pressgestossen verkleben und gut andrücken. Keine Klebemasse in die Plattenstösse bringen; seitlich austretende Klebermasse ist mit einem Spachtel zu entfernen. Auf flucht- und lotrechte Verlegung achten. Eventuell entstehende Fugen mit Dämm­stoffstreifen ausfüllen. Im Bereich oberhalb des Geländes kann es von Vorteil sein, die Dämmplatten zu dübeln. Mit dieser mechanischen Zusatzbefestigung wird weitestgehend vermieden, dass die Platten beim späteren Verdichten des Erdreiches nach unten gezogen werden.

Sockelbeschichtung:
Die ins Erdreich einbindenden Perimeterdämmplatten bleiben unbeschichtet. Nach ausreichender Erhärtung des Kleberbettes wird in der sichtbaren Sockelfläche die Armierungsschicht und der Oberputz analog dem eingesetzten Capatect-Wärmedämm-Verbundsystem aufgebracht.
Der in das Erdreich einbindende Bereich der Putzbeschichtung ist bis 5 cm über GOK mit Capatect SockelFlex zu beschichten.

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Siehe Sicherheitsdatenblatt.

Entsorgung

Abfälle sind durch sorgsamen Zuschnitt und Weiterverwendung zu vermeiden.
Recyclingsäcke zu Sammeln von Materialzuschnitten, ohne Kleber- und Spachtelanhaftungen, können bei der Caparol Farben AG bezogen werden.

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