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Histolith® Antik Lasur

Für dekorative Lasuren im Aussen- und Innenbereich

Verwendungszweck

Histolith® Antik-Lasur ist ein farbloses Lasurkonzentrat zur Herstellung von dekorativen Lasurbeschichtungen nach dem Vorbild historischer Beschichtungen.
Insbesondere auch für strukturerhaltende Lasurbeschichtungen auf Natursteinen geeignet.

Eigenschaften

  • hoch wetterbeständig
  • wasserabweisend, w-Wert = 0,05 kg/m²√h
  • hoch wasserdampfdurchlässig, sd-Wert < 0,01 m
  • hoch durchlässig für Kohlendioxid

Materialbasis

Kaliwasserglas mit organischen Zusätzen nach DIN 18 363 Abs. 2.4.1

Verpackung/Gebindegrößen

5 , 10 l

Farbtöne

Transparent.

Maschinell abtönbar im ColorExpress-System mit anorganischen Farbpasten.
Den Farbton und die gewünsche Transparenz der Lasur durch Probeanstriche ermitteln.

Glanzgrad

Matt

Lagerung

Kühl, aber frostfrei.
Material nur in Kunststoffgebinden lagern.

Dichte

ca. 1,0 g/cm³

Geeignete Untergründe

Die Untergründe müssen fest, tragfähig, frei von Verschmutzungen, trennenden Substanzen und trocken sein. VOB, Teil C, DIN 18 363, Abs. 3 beachten.

Die entsprechenden SIA-Normen, GTK-Merkblätter und BFS-Merkblätter sind zu beachten.

Untergrundvorbereitung

Aussenflächen

Neue Putze der Mörtelgruppen PI, PII und PIII:
Standzeiten von Neuputzen vor der Beschichtung einhalten, bei der Mörtelgruppe PI mind. 4 Wochen, bei den Mörtelgruppen PII und PIII mind. 2 Wochen. Sinterhaut mit Histolith® Fluat entfernen. 

Alte ungestrichene Putze und alte mineralische Anstriche:
Oberfläche gut reinigen. Minderfeste Schichten entfernen. Eine Grundbeschichtung mit Histolith® Silikat-Fixativ, 2 : 1 bis 1 : 1 in Wasser verdünnt je nach Saugfähigkeit des Untergrundes.

Putzausbesserungen:
Der Ausbesserungsmörtel muss in seiner Art und seiner Struktur dem Altputz entsprechen und vor dem Anstrich gut abgebunden und ausgehärtet sein. Alle Putzausbesserungen mit Histolith® Fluat einstreichen und nachwaschen.

Natursteine:
Nur saugfähige Natursteine sind als Untergrund geeignet. Eine Probefläche anlegen und die Anstrichverträglichkeit prüfen. Oberfläche gut reinigen. Minderfeste Schichten entfernen.

Beachten:
Bei Natursteinen mit wasserlöslichen Inhaltsstoffen können diese auf der Anstrichoberfläche ausblühen und Flecken erzeugen.

Pilz- oder algenbefallene Flächen:
Flächen mit Pilz- bzw. Algenbefall nass reinigen. Nach Abtrocknung die Flächen mit Capatox einlassen und trocknen lassen.
Für den Anstrichaufbau ist eine vorherige Beratung durch einen Aussendienstmitarbeiter oder durch unsere technische Abteilung erforderlich.

Innenflächen

Neue Putze der Mörtelgruppen PI, PII und PIII:
2–4 Wochen stehen lassen. Sinterhaut mit Histolith® Fluat entfernen.

Gipsputze der Mörtelgruppe PIV:
Auf festen Putzen: Grundbeschichtung mit Capagrund Universal. Weiche Gipsputze mit Tiefgrund TB festigen. Gipsputze mit Sinterhaut schleifen und entstauben, Grundbeschichtung mit Tiefgrund TB. Nach guter Trocknung jeweils Zwischenbeschichtung mit Capagrund Universal.

Gipsplatten:
Spachtelgrate abschleifen. Grundbeschichtung mit Capagrund Universal. Weiche Gipsspachtelstellen mit Tiefgrund TB festigen. Eine Grundbeschichtung mit Capagrund Universal. Bei Platten mit wasserlöslichen, verfärbenden Inhaltsstoffen eine Grundbeschichtung mit Caparol Aqua-Sperrgrund (BFS-Merkblatt Nr. 12 beachten).

Gipsbauplatten:
Grundbeschichtung mit Capagrund Universal.

Beton:
Eventuell vorhandene Trennmittelrückstände entfernen.

Alte tragfähige, matte Dispersionsfarbenanstriche:
Oberfläche gut reinigen. Eine Grundbeschichtung mit Capagrund Universal.

Leimfarbenanstriche:
Grundrein abwaschen. Eine Grundbeschichtung mit Tiefgrund TB.

Schimmelbefallene Flächen:
Schimmelbefall abwaschen. Nach Abtrocknung die Flächen mit Capatox einlassen und trocknen lassen.
Für den Anstrichaufbau ist eine vorherige Beratung durch einen Aussendienstmitarbeiter oder durch unsere technische Abteilung erforderlich.

Auftragsverfahren

Je nach gewünschtem Lasureffekt mit Bürstenwerkzeugen, Stupfpinsel, Naturschwamm oder Lappen.

Beschichtungsaufbau

Lasurbeschichtung auf Natursteinen:
Grund-, Zwischen und Schlussbeschichtung.

Dekorative Lasurbeschichtungen auf Wandflächen:
Stark und ungleichmässig saugende oder an der Oberfläche absandende mineralische Untergründe mit Histolith® Silikat-Fixativ grundieren, 2 : 1 bis 1 : 1 in Wasser verdünnt je nach Saugfähigkeit des Untergrundes. Deckende Grund- oder Zwischenbeschichtung in Weiss oder in Abstimmung auf den nachfolgenden Lasuranstrich hell getönt mit Sylitol Minera je nach gewünschter Struktur.

Schlussbeschichtung je nach gewünschtem Lasureffekt, 1-3 Aufträge mit abgetönter Histolith Antik-Lasur. Durch Zusatz von Histolith Silikat-Fixativ, 2:1 mit Wasser verdünnt, wird die Transparenz der Lasur reguliert.

Verbrauch

Ca. 80–100 ml/m² für eine Beschichtung auf glattem Untergrund. Auf rauhen Flächen entsprechend mehr.
Exakte Werte sind durch Arbeitsproben am jeweiligen Objekt zu ermitteln.

Verarbeitungsbedingungen

Untere Temperaturgrenze bei der Verarbeitung:
+8 °C für Untergrund und Umluft.

Trocknung/Trockenzeit

Bei 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchte nach 12 Stunden oberflächentrocken und überstreichbar, nach
24 Stunden regenfest.
Bei niedriger Temperatur und höherer Luftfeuchte verlängern sich diese Zeiten.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch mit Wasser.

Hinweis

Zur Vermeidung von Ansätzen nass in nass in einem Zug beschichten. Nicht geeignet für waagerechte oder geneigte Flächen mit Wasserbelastung.
Nicht bei direkter Sonneneinstrahlung, hohen Temperaturen, starkem Wind, extrem hoher Luftfeuchtigkeit, Nebelnässe, Regen verarbeiten. Gegebenenfalls Gerüstnetze oder -planen anbringen. Vorsicht bei Gefahr von Nachtfrost.

Abdeckmassnahmen:
Die Umgebung der zu beschichtenden Flächen sorgfältig abdecken, betrifft insbesondere Glas, Keramik, Lackierungen, Klinker, Natursteine, Metall und Holz.

Bitte beachten (Stand bei Drucklegung)

Für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Augen und Haut vor Farbspritzern schützen. Bei Berührung mit den Augen oder der Haut sofort gründlich mit Wasser ausspülen.
Nicht in die Kanalisation, Gewässer oder ins Erdreich gelangen lassen.
Umgebung der Anstrichflächen sorgfältig abdecken. Spritzer auf Lack, Glas, Keramik, Metall, Natursteinen sofort abwaschen.

Entsorgung

Nur restentleertes Gebinde zum Recycling geben. Materialreste können als Abfälle von Farben auf Wasserbasis, eingetrocknete Materialreste als ausgehärtete Farben oder als Hausmüll entsorgt werden.

EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt

dieses Produktes (Kat. A/a): 30 g/l (2010). Dieses Produkt enthält max. 10 g/l VOC.

Nähere Angaben

Siehe Sicherheitsdatenblatt.

Technische Beratung

Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren Vorbereitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden.
Sollen Untergründe bearbeitet werden, die hier nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder mit unseren Aussendienstmitarbeitern Rücksprache zu halten. Wir sind gerne bereit, Sie objektbezogen zu beraten.

KundenServiceCenter

Tel.: 043 399 42 22
Fax:  043 399 42 23
E-Mail: info@caparol.ch

Technische Informationen

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