Disbocret® 715 PCC I-Feinmörtel

Kunststoffmodifizierter, zementgebundener Instandsetzungsmörtel - Zum Reprofilieren und Gradientenausgleich von befahrbaren und dynamisch beanspruchten, horizontalen Betonflächen

Verwendungszweck

Zum Reprofilieren von Fehl- und Aus­bruchstellen und zum Gradienten­aus­gleich auf horizontalen Untergrün­den wie z.B. in Parkhäusern (Anwendungsfall PCC I).
Zur Herstellung von Estrichen.
Reprofilierung von Fehlstellen und Erhöhung der Betondeckung.

Eigenschaften

  • einfache Zubereitung und gute Verarbeitbarkeit
  • niedriger Wasser-Zement-Wert (W/Z)
  • vermindert das Eindringen von CO2 und Feuchtigkeit
  • korrosionshemmend
  • frost- und tausalzbeständig
  • alkali-, bitumen- und wasserbeständig
  • schwind- und eigenspannungsarm
  • für innen und aussen
  • für Schichtdicken von 10–40 mm, Grösstkorn: 4 mm
  • entspricht RiLi SIB, Mörtelklasse M2
  • erfüllt die Anforderungen der SN EN 1504-3: Statisch und nicht statisch relevante Instandsetzung

In Verbindung mit Disbocret® 713 PCC-Haftbrücke als Instandsetzungssystem nach den TL/TP BE-PCC der ZTV-ING ge­prüft. Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis liegt vor.

Materialbasis

Zweikomponentiger, kunststoffmodifizierter Zementmörtel

Verpackung/Gebindegrößen

  • Trockenmörtel:
    40 kg Sack
  • Anmachflüssigkeit:
    25 l Kunststoffkanister

Lagerung

Trocken, mind. 9 Monate ab Herstellda­tum, 9 Monate chromatarm.

Schüttdichte

ca. 1.800 kg/m3

Größtkorn

4 mm

Frischmörtelrohdichte

ca. 2.300 kg/m3

Festmörteleigenschaften

(Mittelwerte nach 28 Tagen)
Festmörtelrohdichte: ca. 2.150 kg/m3
Druckfestigkeit: ca. 50 N/mm²
Biegezugfestigkeit: ca. 10 N/mm²
Abreissfestigkeit: > 2,0 N/mm²
Dynamischer E-Modul: ca. 38.000 N/mm²

Geeignete Untergründe

Normal- und Schwerbeton.
Die Abreissfestigkeit des Untergrundes muss i.M. 1,5 N/mm2 betragen, kleinster Ein­zel­wert 1,0 N/mm2.

Untergrundvorbereitung

Der Beton muss tragfähig, sauber und frei von losen Teilen sein. Trennend wirkende Substanzen
(z.B. Altanstriche, Öl, Fett) durch geeignete Verfahren entfernen.

Der Zementstein muss frei von korrosionsfördernden Bestandteilen (z.B. Chloride) sein und ist soweit abzutragen, dass der Fein­mörtel am Zuschlag haften kann.
Die Kan­ten der Ausbruchstellen sind zwischen 45–60° abzuschrägen. Bewehrungsstahl mit Disbocret® 713 PCC-Haftbrücke gemäss Werksvorschrift als Korrosionsschutz vorbehandeln.
Den Beton mit Disbocret® 713 PCC-Haft­brücke gemäss Werksvorschrift als Haft­schlämme vorbereiten. Anschliessend den Feinmörtel auf die Haftschlämme nass in nass einbauen.

Materialzubereitung

Angegebene Menge Disbocret® 716 PCC-Anmachflüssigkeit in ein Gefäss geben. Die entsprechende Menge Trockenmörtel unter gründlichem Rühren mit geeignetem Rühr­werk (max. 400 U/Min.) nach und nach zu­geben und ca. 3 - 5 Mi­nuten mi­schen, bis ein homogener Mörtel entsteht.

Mischungsverhältnis

Trockenmörtel Anmachflüssigkeit
1 Gewichtsteil
40 kg Sack
ca. 0,09 Gewichtsteile
ca. 3,7 l

Auftragsverfahren

Den Feinmörtel mit geeignetem Werkzeug wie z.B. Schaufel, Kelle und Reibebrett verteilen, nass in nass in die Haftschlämme festverdichtend einbauen und bei Be­darf glätten.

Schnelles Austrocknen infolge Sonneneinstrahlung, hoher Temperaturen und Zugluft durch geeignete Nachbehand­lung oder Massnahmen verhindern. Hilfs­schalungen nach den anerkannten Regeln der Technik handhaben.

Schichtdicke

Mind. 10 mm, max. 40 mm. Höhere Schichtdicken durch mehrlagiges Arbei­ten möglich.

Verbrauch

Trockenmörtel ca. 2,0 kg/mm/m2

Verarbeitbarkeitsdauer

Bei 20 °C ca. 60 Minuten.

Verarbeitungsbedingungen

Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtem­peratur:
Mind. 5 °C, max. 30 °C.

Werkzeugreinigung

Nach Gebrauch mit Wasser.

Gutachten

  • 4-1094 Prüfung nach ZTV-ING, TL/TP BE PCC, Anwendungsfall PCC I, P 4161/05-265
    Polymer-Institut, Flörsheim
  • 4-1095 Prüfung zur Verwendung als Siloware
    Polymer-Institut, Flörsheim

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Gefahr ernster Augen­schä­den.
Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Staub nicht einatmen. Berüh­rung mit den Augen und der Haut vermeiden. Bei Berührung mit den Augen sofort gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren.
Bei der Arbeit geeignete Schutzhandschuhe und Schutzbrille/Ge­sichtsschutz tragen. Bei Verschlucken so­fort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder Etikett vorzeigen.

Entsorgung

Nur restentleerten Sack (rieselfrei) zum Re­cycling geben.
Ausgehärtete Materialreste als gemischte Bau- und Abbruchabfälle entsorgen.

Giscode

ZP 1

Nähere Angaben

Siehe Sicherheitsdatenblatt.
Bei der Verarbeitung des Materials sind die Disbon Bautenschutz-Verarbeitungshinweise zu beachten.

CE-Kennzeichung

SN EN 1504-3
Die SN EN 1504-3 „Produkte und Systeme für den Schutz und die Instandsetzung von Betontragwerken – Teil 3: Statisch und nicht statisch relevante Instandsetzung" legt Anforderungen für die Instandsetzungsprodukte fest.

Produkte, die der o.g. Norm entsprechen, sind mit dem CE-Kennzeichen zu versehen. Die Kennzeichnung erfolgt auf dem Gebinde.

Für die Verwendung in Deutschland im standsicherheitsrelevanten Bereich gelten zusätzliche Normen. Die Übereinstimmung wird durch das Ü-Zeichen auf dem Gebinde dokumentiert. Dies wird weiter durch das Konformitätsnachweissystem 2+ mit Kontrollen und Prüfungen seitens des Herstellers und anerkannten Prüfstellen (Notified Body) nachgewiesen.

Technische Beratung

Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden.
Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Aussendienstmitarbeitern Rücksprache zu hal­ten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.

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