Disboxid 463 EP-Grund SR

Bindemittel und Versiegelung in Verbindung mit farbigem Quarzsand für dekorative Bodenflächen, auch im Lebensmittelbereich

Verwendungszweck

Als Grundierung oder Kratzspachte­lung unter Bodenbeschichtungen.
Als Bindemittel für Disboxid 946 Mör­tel­quarz zur Herstellung von hoch­ver­schleiss­festen Industriebelägen, Hohl­kehlen und zum Reprofilieren von Aus­bruchstellen.
Als glatte oder rutschhemmende Ver­sie­gelung.
Als Bindemittel und Versiegelung für Colorquarzbeläge.
Zum Vergiessen von Rissen.

Eigenschaften

  • gute Aushärtung auch bei 10 °C
  • dauernass­belastbar
  • gut chemikalienbeständig
  • geprüft für den Einsatz im Lebensmittelbereich

Materialbasis

Niedrigviskoses 2K-Epoxidflüssigharz, A/F, total solid nach Deutscher Bauchemie.

Verpackung/Gebindegrößen

25 kg Gebinde (Masse: 16,67 kg Hobbock, Härter:  8,33 kg Eimer)

Farbtöne

Transparent

Mit Disboxid 980 NEFA®POX-Farbpasten pigmentierbar.
Farbtonveränderungen und Kreidungserscheinungen bei UV- und Witterungseinflüssen möglich. Organische Farbstoffe (z. B. in Kaffee, Rotwein oder Blät­tern) so­wie verschiedene Chemikalien
(z.B. Desinfektionsmittel, Säuren u.a.) können zu Farbtonveränderungen führen. Die Funktionsfähigkeit wird dadurch nicht beeinflusst.

Lagerung

Kühl, trocken, frostfrei
Originalverschlossenes Gebinde mindestens 1 Jahr lagerstabil. Bei tieferen Temperaturen den Werk­­­­stoff vor der Verarbeitung bei ca. 20 °C lagern.

Dichte

ca. 1,1 g/cm3

Trockenschichtdicke

ca. 95 µm /100 g/m2

Abrieb nach Taber (CS 10/1000 U/1000 g)

30 mg/30 cm2

Pendelhärte nach König

ca. 190 s

Shore-Härte (A/D)

ca. D 81

Druckfestigkeit

ca. 50 N/mm2

Biegezugfestigkeit

ca. 44 N/mm2

Geeignete Untergründe

Alle mineralischen Untergründe.
Der Un­ter­­grund muss tragfähig, formstabil, fest, frei von losen Teilen, Staub, Ölen, Fetten, Gummiabrieb und sonstigen trennend wirkenden Substanzen sein.
Zementöse, kunststoffvergütete Aus­gleichsmassen sind auf ihre Beschich­tungsfähigkeit hin zu überprüfen, ggf. sind Probeflächen anzulegen.

Die Ober­flä­chen­zugfestigkeit des Unter­grun­des muss im Mittel 1,5 N/mm2 betragen. Der kleinste Einzelwert darf 1,0 N/mm2 nicht unter­­schreiten. Die Untergründe müssen ihre Ausgleichs­feuchte erreicht haben:
Beton und Zementestrich: max. 4 Gew.-%
Anhydritestrich: max. 0,5 Gew.-%
Magnesitestrich: 2–4 Gew.-%
Steinholzestrich: 4–8 Gew.-%
Aufsteigende Feuchtigkeit ist auszuschlie­ssen, bei Anhydrit- und Magnesitestrich ist eine Abdichtung gegen Erdreich zwingend erforderlich.

Untergrundvorbereitung

Untergrund durch geeignete Massnahmen wie z.B. Kugelstrahlen oder Fräsen so vor­bereiten, dass er die aufgeführten An­forde­rungen erfüllt.
Ausbruch- und Fehl­stellen im Untergrund mit den Disbocret®-PCC-Mörteln oder den Disboxid EP-Mör­teln oberflächenbündig verfüllen.

Materialzubereitung

Härter der Grundmasse zugeben. Mit langsam laufendem Rührwerk (max. 400 U/min.) intensiv mischen. In ein anderes Gefäss umfüllen und nochmals gründlich mischen (Umtopfen).

Mischungsverhältnis

Grundmasse : Härter = 2 : 1 Gewichtsteile

Auftragsverfahren

Je nach Anwendung mit Gummirakel, Ver­siegelerbürste, mittelfloriger Walze oder Glättkelle.

Beschichtungsaufbau

Grundbeschichtung
Angemischtes Material auf die Fläche giessen und mit der Gummirakel gleichmässig verteilen. Zur Vermeidung von Glanzstellen das verteilte Material mit einer mittelflorigen Walze oder Versiegelerbürste nacharbeiten. Bei schwach saugenden Untergründen kann das Material bis max. 15 Gew.-% mit Disboxid 419 Verdünner verdünnt werden. In diesem Fall ist für ausreichende Be- und Entlüftung zu sorgen. Frische Grundierung je nach Bedarf absanden. Für rutschhemmende Beschichtungen, die im Rollverfahren aufgetragen werden und Mörtelbeläge mit Disboxid 943/944 Einstreuquarz absanden. Für Verlaufbeschichtungen, die im Spach­­­telverfahren aufgetragen werden, mit Disboxid 942 Mischquarz absanden. Die nicht abgesandete Grundierung muss innerhalb von 8–24 Stunden beschichtet werden.

Versiegelung
Material in 1–2 Arbeitsgängen wie un­ter Punkt 1 beschrieben auftragen. Für eine rutschhemmende Versiegelung die erste, frische Schicht je nach gewünschter Rauhigkeit mit Disboxid 943/944 Einstreuquarz oder anderen geeigneten Abstreumitteln wie z.B. Du­rop, Gra­nitsplitt oder Silicium-Carbid abstreuen.

Kratzspachtelung
Ebene, feinrauhe Untergründe:
Spachtelmasse herstellen aus
Disboxid 463 EP-Grund SR , 1 Gew.-Teil
Disboxid 942 Mischquarz, 1 Gew.-Teil

Unebene, rauhe Untergründe:
Spachtelmasse herstellen aus
Disboxid 463 EP-Grund SR, 1 Gew.-Teil
Quarzsand, 1 Gew.-Teil (Disboxid 942 Mischquarz + Disboxid 943 Einstreuquarz 1:1 ge­mischt)
Spachtelmasse auf die grundierte Flä­che giessen. Mit der Glättkelle gleichmässig verteilen. Anschliessend mit der Stachelwalze entlüften. Die fertige Kratzspachtelung je nach Bedarf absanden.
Sehr porige und rauhe Untergründe vor dem Auftragen der Kratzspachtelung mit Disboxid 463 EP-Grund SR grundieren.

Mörtelbelag
Bodenfläche wie unter Punkt 1 be­schrie­ben grundieren. Mörtel herstellen aus
Disboxid 463 EP-Grund SR, 1 Gew.-Teil
Disboxid 946 Mörtelquarz, 10 Gew.-Teilen
Mörtelquarz in einen Zwangsmischer füllen und das angemischte Bindemittel bei laufendem Mischer zugeben. 3 Minu­ten intensiv mischen. Den Mörtel nass in nass auf die frische Grundierung oder auf die bereits erhärtete, abgesandete Grundierung auftragen, verdichten und anschliessend mit Kunststoff- oder Edelstahlkelle glätten. Bei Belagsarbeiten den Mörtel vorher über Lehren abziehen. Zur Erzielung einer flüssigkeitsdichten oder rutschhemmenden Oberfläche den Belag wie unter Punkt 2 beschrieben versiegeln. Vor einer evtl. Überarbeitung den Mörtelbelag mit Disboxid 463 EP-Grund SR un­ter Zugabe von ca. 2 Gew.-% Disboxid 952 Stellmittel abporen bzw. grundieren.

Colorquarzeinstreubelag
Bodenflächen wie un­ter Punkt 1 be­schrieben grundieren. 
Auftrag einer Kratzspachtelung bestehend aus
Disboxid 463 EP-Grund SR, 1 Gew.-Teil
Disboxid 942 Mischquarz, 1-1,5 Gew.-Teilen
Je nach gewünschter Rauhigkeit mit Colorquarz 0,3–0,8 mm bzw. 0,6–1,2 mm die Fläche im Überschuss ab­streuen.
Verbrauch:
Disboxid 463 EP-Grund SR, ca. 600 g/m2
Disboxid 942 Mischquarz, ca. 600–900 g/m2

Abstreuung
Colorquarz, ca. 2–3 kg/m2
Nach Entfernen des überschüssigen, nicht eingebundenen Quarzsandes  eine Versiegelung mit Disboxid 463 EP-Grund SR aufbringen. Der Materialverbrauch richtet sich nach der Grösse des Abstreukorns.
Verbrauch:
Disboxid 463 EP-Grund SR, ca. 400–900 g/m2

Colorquarz Multilayerbelag
Bodenflächen wie unter Punkt 1 be­schrieben grundieren und im frischen Zustand mit Colorquarz 0,3–0,8 mm bzw. 0,6–1,2 mm deckend abstreuen.
Verbrauch:
Colorquarz ca. 800 g/m2
Die Fläche nach Entfernen des überschüssigen, nicht eingebundenen Co­lor­quarzes mit Disboxid 463 EP-Grund SR versiegeln und abermals mit Colorquarz 0,3–0,8 mm bzw. 0,6–1,2 mm deckend abstreuen.
Verbrauch:
Disboxid 463 EP-Grund SR, ca. 500 g/m2
Colorquarz, ca. 1,5–2 kg/m2

Deckversiegelung wie unter Punkt 5 be­schrieben aufbringen.
Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtig­keit ca. 45 Minuten. Höhere Temperaturen verkürzen, niedrigere verlängern die Topf­zeit.
Hinweis: Ein Materialverbrauch von 1.000 g/m2 als Deckversiegelung darf nicht überschritten werden.

Bezugsquelle: Euroquarz GmbH, Kirchhellener Allee 53, 46282 Dorsten, Tel.: 02362/2005-0, Fax: 02362/2005-99, www.euroquarz.de

Verbrauch

Grundbeschichtung ca. 200–400 g/m2
Versiegelung ca. 250–500 g/m2
je Auftrag
Kratzspachtelung
für ebene, feinrauhe Untergründe:
Disboxid 463 EP-Grund SR
Disboxid 942 Mischquarz
ca. 800 g/mm/m2
ca. 800 g/mm/m2
für unebene, rauhe Untergründe:
Disboxid 463 EP-Grund SR
Disboxid 942 Mischquarz
Disboxid 943 Einstreuquarz
ca. 800 g/mm/m2
ca. 400 g/mm/m2
ca. 400 g/mm/m2
Mörtelbelag
Disboxid 463 EP-Grund SR
Disboxid 946 Mörtelquarz
ca. 190 g/mm/m2
ca. 1,9 kg/mm/m2
Colorquarzeinstreubelag
Disboxid 463 EP-Grund SR
Disboxid 942 Mischquarz
Abstreuung

Colorquarz 0,3–0,8
bzw. 0,6–1,2 mm
Versiegelung
Disboxid 463 EP-Grund SR
ca. 600 g/m2
ca. 600–900 g/m2


ca. 2–3 kg/m2

ca. 400–900 g/m2
Colorquarz Multilayerbelag
Disboxid 463 EP-Grund SR
1. Abstreuung
Colorquarz 0,3–0,8
bzw. 0,6–1,2 mm
Zwischenbeschichtung
Disboxid 463 EP-Grund SR
2. Abstreuung
Colorquarz 0,3–0,8
bzw. 0,6–1,2 mm
Versiegelung
Disboxid 463 EP-Grund SR
ca. 300–400 g/m2


ca. 800 g/m2

ca. 500 g/m2


ca. 1,5–2 kg/m2

ca. 400–900 g/m2

Exakte Verbrauchswerte durch Musterlegung am Objekt ermitteln. Der Verbrauch der Deckversiegelung auf abgestreuten Beschichtungen varriert bedingt durch Temperatureinflüsse, Applikationsart, Werkzeug sowie verschiedener Abstreumaterialien.

Verarbeitbarkeitsdauer

Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit ca. 20 Minuten. Höhere Temperaturen verkürzen, niedrigere verlängern die Topfzeit.

Verarbeitungsbedingungen

Werkstoff-, Umluft- und Untergrundtempe­ratur:
Mind. 10 °C, max. 30 °C
Die relative Luftfeuchtigkeit darf 80 % nicht überschreiten. Die Untergrundtemperatur soll­te immer mindestens 3 °C über der Tau­punkt­temperatur liegen.

Wartezeiten

Die Wartezeiten zwischen den Arbeits­gängen sollten bei 20 °C mind. 8 und max. 24 Stunden betragen. Bei längeren Wartezeiten muss die Oberfläche des vorangegangenen Arbeitsganges an­geschlif­fen werden, wenn sie nicht abgesandet wurde. Der angegebene Zeitraum wird durch höhere Temperaturen verkürzt und durch niedrigere verlängert.

Trocknung/Trockenzeit

Bei 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit nach ca. 8 Stunden begehbar, nach ca. 3 Tagen mechanisch belastbar, nach ca. 7 Tagen völlig ausgehärtet. Bei niedrigen Temperaturen entsprechend länger.
Während des Aushärtungsprozesses (ca. 8 Std. bei 20 °C) aufgetragenes Material vor Feuchtigkeit schützen, da sonst Oberflächenstörungen und Haftungsminderun­gen auftreten können.

Werkzeugreinigung

Sofort nach Gebrauch und bei längeren Arbeitsunterbrechungen mit Disboxid 419 Verdünner.

Reinigung und Pflege

Allgemeine Reinigungshinweise und Pflegeempfehlungen für Disbon Fussböden beachten. Die produktspezifischen Pflegeempfehlungen sind beim Caparol KundenServiceCenter erhältlich. 

Gefahrenhinweise/Sicherheitsratschläge (Stand bei Drucklegung)

Nur für gewerbliche Verarbeitung be­stimmtes Produkt.

Masse: Entzündlich. Reizt die Augen und die Haut. Sensibilisierung durch Haut­kon­takt möglich.
Giftig für Wasseror­ganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen ha­ben.
Von Zündquellen fernhalten – Nicht rauchen. Dampf/Aerosol nicht einatmen.
Berührung mit der Haut vermeiden. Bei Berührung mit den Augen sofort gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren. Bei Berührung mit der Haut sofort ab­waschen mit viel Wasser und Seife.
Nicht in die Kanalisation/Ge­wäs­ser und Erdreich gelangen lassen.
Bei der Arbeit geeignete Schutzhand­schu­he und Schutzbrille/Gesichts­schutz tragen. Bei unzureichender Belüftung Atemschutzgerät anlegen. Nur in gut gelüfteten Bereichen verwenden.
Enthält epoxidhaltige Ver­bindungen. Hinweise des Herstellers (im Sicherheitsdatenblatt) beachten.

Härter:
Gesundheitsschädlich beim Ein­at­men, Verschlucken und Berüh­rung mit der Haut. Verursacht Ver­­ätzungen. Sensibilisierung durch Hautkontakt möglich.
Un­ter Verschluss und für Kinder un­zugänglich aufbewahren. Bei Be­rührung mit den Augen sofort gründlich mit Wasser abspü­len und Arzt konsultieren.
Bei der Ar­beit geeignete Schutzkleidung, Schutzhandschuhe und Schutz­bril­le/Gesichtsschutz tragen. Bei Unfall oder Unwohlsein sofort Arzt zuziehen (wenn möglich Gebindeetikett vorzeigen). Nur in gut gelüfteten Be­reichen verwenden.

Entsorgung

Nur restentleerte Gebinde zum Recycling geben. Materialreste: Grundmasse mit Härter aushärten lassen und als Farbabfälle entsorgen.

EU-Grenzwert für den VOC-Gehalt

dieses Produktes (Kat. A/j): 550 g/l (2007)/500 g/l (2010). Dieses Produkt enthält max. 320 g/l VOC.

Giscode

RE 1

Nähere Angaben

Siehe Sicherheitsdatenblätter.
Bei der Verarbeitung des Materials sind die Disbon Bautenschutz-Verarbeitungshinweise zu beachten.

CE-Kennzeichung

SN EN 13813
Die SN EN 13813 "Estrichmörtel, Estrichmassen und Estriche – Estrichmörtel und Estrichmassen – Eigenschaften und An­forderungen" legt Anforderungen an Estrichmörtel fest, die für Fussbodenkonstruktionen in Innenräumen eingesetzt werden. Kunstharzbeschichtungen und -versiegelungen werden auch von dieser Norm erfasst.

Produkte, die o.g. Norm entsprechen, sind mit dem CE-Kennzeichen zu versehen. Die Kennzeichnung erfolgt auf dem Gebinde.

Technische Beratung

Alle in der Praxis vorkommenden Untergründe und deren Bearbeitung können in dieser Druckschrift nicht abgehandelt werden.
Sollen Untergründe bearbeitet werden, die in dieser Technischen Information nicht aufgeführt sind, ist es erforderlich, mit uns oder unseren Aussendienstmitarbeitern Rücksprache zu hal­ten. Wir sind gerne bereit, Sie detailliert und objektbezogen zu beraten.

KundenServiceCenter

Tel.: 043 399 42 22

Fax: 043 399 42 23

E-Mail: info@caparol.ch